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Kommentar Aktien von Tesla oder Wirecard sind keine seriöse Geldanlage

Bei Tesla und Wirecard laufen die Kurse den Fundamentaldaten davon: Die Aktien des Autobauers und des Zahlungsdienstleisters sind mittlerweile reine Spekulationsobjekte.
27.01.2020 - 15:38 Uhr 2 Kommentare
Die Tesla-Aktie hat nichts mit seriöser Geldanlage zu tun Quelle: dpa
Elon Musk

Der Tesla-Chef präsentiert das in der neuen Giga-Fabrik produzierte Model 3 seines Unternehmens.

(Foto: dpa)

Wer sich als Anleger für Tesla interessiert, hat ein Problem: Er kommt immer zu spät. Die Aktie des Elektroautopioniers ist ständig überbewertet, die Fundamentaldaten holen den Kurs nicht ein. Der liegt mit gut 560 Dollar derzeit etwa 200 US-Dollar über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten.

Dahinter steckt ein Trend, der unter anderem auch beim Zahlungsdienstleister Wirecard zu beachten ist: Aktien werden zur Glaubensfrage. Der objektive Blick auf die fundamentalen Daten ist dadurch verstellt.

Auf der einen Seite stehen Fans, die ihr Unternehmen verteidigen wie den Lieblingsverein im Fußball. Sie treiben die Aktie immer weiter nach oben: Tesla, der Elektroautobauer, der im vergangenen Jahr gut 350.000 Fahrzeuge verkauft hat und teilweise noch in Zelten produziert, ist an der Börse wertvoller als Volkswagen – und dabei ist der deutsche Hersteller mit jährlich fast elf Millionen verkauften Fahrzeugen der größte Autobauer der Welt. Die Wirecard-Aktie wiederum ist in diesem Jahr bislang der erfolgreichste Titel im Dax – trotz des ungewissen Ausgangs der Bilanzsonderprüfung.

Auf der anderen Seite stehen Investoren, die partout nicht an den Erfolg dieser Unternehmen glauben wollen und darauf wetten, dass der Aktienkurs fällt. Solche Shortseller halten bei Wirecard und Tesla jeweils mehr als 20 Prozent der Aktien im Streubesitz, wie die Finanzanalysten von S3 Partners zuletzt errechneten. Zum Vergleich: Bei Apple, wo sich ebenfalls verhältnismäßig viele Shortseller tummeln, sind es ein Prozent.

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    Beide Seiten sind eine gigantische Wette eingegangen

    Natürlich können Tesla und Wirecard ein gigantischer Erfolg werden. Der Punkt ist nur: Derzeit ist das reine Spekulation. Genauso gut können beide floppen. Kommt es an den Märkten zu einer Korrektur, zählen die beiden ohnehin zu den ersten Kandidaten, bei denen es abwärtsgeht. Fans wie Shortseller sind eine gigantische Wette eingegangen, bei der es zwingend Verlierer geben muss.

    Fallen Teslas Quartalszahlen am Mittwoch oder die Bilanzsonderprüfung bei Wirecard schlecht aus, drohen bereits heftige Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung.

    Das befeuert ein Vorurteil, das seit dem Crash der T-Aktie um die Jahrtausendwende im kollektiven Gedächtnis verankert ist. Demnach ist die Börse eine gigantische Spielhölle voller Hasardeure. Wagemutige Anleger können da mal einen Glückstreffer landen – vielleicht auch bei Tesla und Wirecard. Die Regel ist das aber nicht.

    Natürlich sind Aktien schwankungsanfällig. Aber der Blick in die Historie zeigt, dass sich mit einer durchdachten Strategie langfristig eine hohe einstellige Rendite erzielen lässt.

    Aktien sind unverzichtbar, um sich in Zeiten von Niedrigzinsen für die anstehenden Herausforderungen der Altersvorsorge zu wappnen. Anleger sollten nur nicht auf Tesla und Wirecard setzen: Eine Anlage in diese Titel hat mit seriöser Geldanlage nichts zu tun – das sollte Anlegern bewusst sein.

    Mehr: Tesla gilt als mutiger Trendsetter. Über ein Konsortium zur Förderung der Batteriezellproduktion könnte das Unternehmen nun Staatshilfe beziehen.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Aktien von Tesla oder Wirecard sind keine seriöse Geldanlage"

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    • Ihr Kommentar sollte zur Pflichtlektüre für Sahra Wagenknecht werden, die die Funktionsweise der Börse immer noch nicht verstanden hat !

    • Wiederrum? mit 2 r? Hat das Handelsblatt kein Geld mehr für ein Rechtschreibprogramm?

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