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Kommentar Altersvorsorge muss einfach und billig sein

Die Zeit ist reif für eine politische Diskussion über eine einfache, private Altersvorsorge. Die „Extrarente“ wäre dafür eine gute Grundlage.
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Ein neuer Vorschlag zur sogenannten „Extrarente“ macht Druck auf die in der Kritik stehenden bisherigen Modelle. Quelle: dpa
Rente

Ein neuer Vorschlag zur sogenannten „Extrarente“ macht Druck auf die in der Kritik stehenden bisherigen Modelle.

(Foto: dpa)

Nun also die „Extrarente“ – nach anderen Konzepten wie Riester-Rente und Rürup-Rente. Aber das Konzept, das die Verbraucherschützer unter diesem neuen Namen anpreisen, ist grundsätzlich anders als die Vorgänger: Es geht um einen Sparplan, der standardisiert, verständlich und kostengünstig ist. Das soll eine langfristig ordentliche Rendite und damit eine effiziente Extrarente zur staatlichen Versorgung sichern.

Die Idee ist gut: So könnte endlich eine private, geförderte Altersvorsorge in der Breite etabliert werden. Je einfacher und günstiger die Lösung, desto größer die Chance, die Menschen zu überzeugen. Das ist vor allem im Sinne der Jüngeren, die sicher nur eine niedrige gesetzliche Rente bekommen werden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband kommt mit diesem Vorschlag, weil es ihm bei dem Versprechen der Bundesregierung, die private Altersvorsorge zu stärken, an Elan fehlt. Er fordert einen öffentlicher Träger, der das Ganze organisiert, um hohe Kosten für Verwaltung und Vertrieb zu vermeiden. Der wählt die Geldmanager aus, die das Kapital in verschiedenen Fonds verwalten.

Jedes Unternehmen würde für seine Beschäftigten automatisch Geld von bis zu vier Prozent des Einkommens in einen Vorsorgevertrag einzahlen, wenn der Arbeitnehmer nicht widerspricht. Selbstständige müssen sich selbst kümmern. Teure Garantien sollen zugunsten der Rendite entfallen.

Der Vorschlag zielt auf eine Verbesserung gegenüber der vielfach kritisierten Riester-Rente, die es seit rund 17 Jahren gibt. Deren Bestand liegt bei gut 16 Millionen Verträgen und bröckelt ab. Die Bedingungen sind kompliziert und starr, die meisten Verträge zudem teuer und renditeschwach. Das hat die Bundesregierung bereits erkannt, sie kommt aber mit einer Reform offensichtlich nicht in die Gänge.

Daher ist es gut, mit einem neuen Vorschlag Druck zu machen. Wichtige Punkte zur Organisation, Rechtsform, staatlichen Förderung und Anlagestrategie sind bei der Extrarente noch offen. Die Verbraucherschützer wollen dieses Jahr daran arbeiten. Zugleich sollte aber auch die Riester-Rente verbessert werden. Die Finanzbranche hat selbst vorgeschlagen, dieses Konzept zu entschlacken.

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