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Kommentar Amazon baut im Stillen seine Macht aus

Für viele Konsumenten macht sich der Online-Marktplatz schleichend unverzichtbar. Die Folgen für den Wettbewerb sind immens.
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Der Onlinehändler wächst ohne große Präsenz im Straßenbild. Quelle: Reuters
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Der Onlinehändler wächst ohne große Präsenz im Straßenbild.

(Foto: Reuters)

Zugegeben, der Vergleich hinkt ein bisschen, aber er veranschaulicht ganz gut, welche Dimension das Phänomen Amazon schon in der Wahrnehmung des deutschen Verbrauchers hat: Wenn man das Geld zusammenrechnet, das Kunden für Käufe über die Plattform Amazon ausgeben, kommt man fast auf den Umsatz, den der größte deutsche Einzelhändler, Edeka, im Jahr macht.

Aber es ist nicht allein die schiere Größe, mit der Amazon dem deutschen Handel Angst einflößt. Mit einer perfektionierten Nutzerfreundlichkeit, kostenloser Lieferung, einem riesigen Angebot und beispielloser Kulanz bei Reklamationen lullt der Plattformbetreiber die Kunden so ein, dass viele gar nicht mehr auf die Idee kommen, nach Alternativen zu suchen, wenn sie sich einmal daran gewöhnt haben, über Amazon zu bestellen.

Heute schon hat Amazon in einigen Produktkategorien einen Marktanteil in Höhe von rund 15 Prozent, etwa bei Büchern, Elektronikartikeln oder Spielzeug. Und wenn man sieht, wie viele Kunden vor dem Kauf in einem stationären Geschäft auf Amazon recherchieren, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Geschäfte direkt auf dem Onlinemarktplatz abgewickelt werden.

Einmal ist das Bundeskartellamt schon dagegen eingeschritten, weil Amazon seine Macht missbraucht hatte. Die Behörde zwang den Plattformbetreiber zu einer Änderung des Umgangs mit den Händlern auf seinem Marktplatz. Doch das kann nur der erste Schritt sein. Die Wettbewerbshüter müssen aufmerksam im Blick behalten, wie Amazon im Stillen seine Macht ausbaut.

Denn bisher wächst Amazon schleichend und ohne große Präsenz im Straßenbild. Doch so, wie der Konzern in den USA die Lebensmittelkette Whole Foods übernommen hat, so ist auch in Deutschland nicht ausgeschlossen, dass Amazon einen Händler kauft, um das Geschäft abzurunden.

Spätestens dann sollte das Kartellamt vorbereitet sein, den Einfluss von Amazon in seiner ganzen Breite zu beurteilen.

Mehr: Eine Studie zeigt: Für immer mehr Kunden ist Amazon beim Shoppen nicht mehr wegzudenken. Sie wären sogar bereit, für die Nutzung zu bezahlen.

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