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Kommentar AMS muss bei der Osram-Übernahme Sensibilität beweisen

Die Österreicher übernehmen gerade den deutlich größeren Lichtkonzern. Eine Vertrauensbasis zwischen AMS und Osram wurde bisher noch nicht geschaffen.
24.02.2020 - 13:56 Uhr Kommentieren
AMS sollte um Vertrauen bei Osram werben, der Zentrale in München weiter eine wichtige Rolle überlassen und offener kommunizieren. Quelle: Reuters
Osram-Zentrale in München

AMS sollte um Vertrauen bei Osram werben, der Zentrale in München weiter eine wichtige Rolle überlassen und offener kommunizieren.

(Foto: Reuters)

Der massive Stellenabbau beim Lichtkonzern Osram ist in den vergangenen Jahren erstaunlich geräuschlos verlaufen. Rechnet man die inzwischen abgespaltene Glühbirnensparte mit ein, dürften vor allem wegen des technologischen Wandels hin zur LED etwa 20.000 Arbeitsplätze gestrichen worden sein.

Der Wandel gelang auch, weil die Arbeitnehmervertretungen und die IG Metall eine insgesamt konstruktive Rolle spielten. Osram verzichtete auf betriebsbedingte Kündigungen, die Arbeitnehmer auf radikale Abwehrmaßnahmen.

Der Sensorikspezialist AMS kann daraus lernen. Die Österreicher sind gerade dabei, die deutlich größere Osram zu übernehmen. Der Milliardencoup ist ihnen gelungen, weil sie ihren strategischen Plan mit erstaunlicher Konsequenz und Beharrlichkeit durchgedrückt haben.

Doch wenn nun auch die schwierige Integration der so unterschiedlichen Unternehmen gelingen soll, muss AMS jetzt umsteuern. Die Österreicher müssen die Beschäftigten von Osram – aber auch das Management, das ja an vielen Stellen weiter gebraucht wird – mitnehmen.

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    Da ist es ein Warnsignal, dass es der AMS-Führung ganz offensichtlich bislang noch nicht gelungen ist, eine Vertrauensbasis mit den Arbeitnehmerorganisationen herzustellen. Im Gegenteil: Wenn der AMS-Finanzvorstand entgegen den Absprachen schon von konkreten Verkaufsplänen spricht, bevor die Übernahme überhaupt vollzogen ist, dann fühlen sich die Gewerkschafter in ihrem Misstrauen nur bestätigt. Sie fürchten, dass die Österreicher gnadenlos durchregieren werden, wenn sie erst einmal die Mehrheit haben.

    Schon mancher ausländische Investor hat die Bedeutung der Mitbestimmung in Deutschland unterschätzt. AMS sollte um Vertrauen bei Osram werben, der Zentrale in München weiter eine wichtige Rolle überlassen und offener kommunizieren. Denn auch AMS wird sich wandeln müssen, wenn der strategisch sinnvolle Zusammenschluss ein Erfolg werden soll.

    Mehr: Aussage zur Digitalsparte lässt Misstrauen zwischen Osram und AMS wachsen

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