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Kommentar An der Corona-Prämie von Siemens sollten sich Chefs ein Vorbild nehmen

Für echte Wertschätzung von Mitarbeitern sind mehr als nur lobende Worte nötig. Das gilt besonders in Zeiten der Pandemie. Siemens unter CEO Kaeser macht es vor.
03.11.2020 - 15:32 Uhr Kommentieren
Der Siemens-Chef geht mit positivem Beispiel voran: Der Technologiekonzern zahlt rund 235.000 Beschäftigten eine Sonderprämie. Im Deutschland soll es 1000 Euro je Beschäftigten geben. Quelle: AFP
Joe Kaeser

Der Siemens-Chef geht mit positivem Beispiel voran: Der Technologiekonzern zahlt rund 235.000 Beschäftigten eine Sonderprämie. Im Deutschland soll es 1000 Euro je Beschäftigten geben.

(Foto: AFP)

Die Corona-Pandemie verlangt Unternehmen und Beschäftigten viel ab. In dieser Zeit beteuern viele Chefs, wie sehr sie ihre Belegschaft schätzen. Doch nur wenige Firmen unterlegen diese Aussagen auch mit ganz konkreten Handlungen und sogar mit Geld. Siemens ist so ein positives Beispiel. Der Technologiekonzern zahlt rund 235.000 Beschäftigten eine Sonderprämie. Im Deutschland soll es 1000 Euro je Beschäftigten geben.

Das ist ein gutes und wichtiges Signal. Auch die Deutsche Telekom geht besonnen vor. Noch in der Hochphase der Pandemie wurden höhere Tariflöhne ausgehandelt. Gleichzeitig wurden Regeln zur Arbeit von zu Hause möglichst flexibel ausgelegt. Das Ergebnis: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist bei der Telekom in einer internen Umfrage auf einem Rekordhoch.

Daran sollten sich andere Firmen ein Beispiel nehmen. Für echte Wertschätzung sind mehr als nur lobende Worte nötig. Prämien, eine angemessene Bezahlung, ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitsgestaltungen gehören zu wichtigen Elementen.

Natürlich lassen sich Beispiele wie bei Siemens oder der Telekom nicht auf alle Branchen übertragen. Gerade im Gesundheitswesen, aber auch in der Produktion oder im Einzelhandel können Beschäftigte gar nicht einfach ins Homeoffice ausweichen.

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    Ein Krankenpfleger muss Patienten versorgen. Er muss sie waschen, ihnen Medikamente verabreichen und sie betreuen. Mit jedem neuen Patienten setzt er sich Gefahren aus. Nicht umsonst gehört das Krankenhauspersonal zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Infektionsrisiko. Das galt schon vor Corona, und jetzt gilt es ganz besonders.

    Zufriedene Mitarbeitende sind produktiver

    Wertschätzung der Belegschaft ist von zentraler Bedeutung. Es geht um gesellschaftliche Verantwortung. Es geht aber auch um klare ökonomische Vorteile. Zufriedene Mitarbeitende sind motivierter und produktiver.

    Die Deutsche Telekom merkt unmittelbare Effekte der hohen Zufriedenheit. Innerhalb einer Woche hatte das Unternehmen 16.000 Service-Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Die Kennzahlen der Arbeit wurden nicht schlechter, sondern sogar besser. Termine wurden besser eingehalten. Und es gingen weniger Krankmeldungen ein.

    Der Technologiekonzern zahlt rund 235.000 Beschäftigten eine Sonderprämie. Quelle: dpa
    Siemens-Zentrale

    Der Technologiekonzern zahlt rund 235.000 Beschäftigten eine Sonderprämie.

    (Foto: dpa)

    Firmen wie Siemens oder die Telekom stehen wirtschaftlich gut da. Sie können es sich leisten, die Belegschaft am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Das fällt Unternehmen natürlich schwerer, die aufgrund der Corona-Pandemie ums Überleben kämpfen.

    Aber auch sie sollten nicht vergessen, dass eine zufriedene Belegschaft zu den wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens gehört. Das gilt, egal ob gerade eine Pandemie herrscht oder nicht.

    Mehr: Siemens zahlt Mitarbeitern 200 Millionen Euro Corona-Prämie

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