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Kommentar Analog ist besser: Der digitalen Gamescom fehlen die emotionalen Highlights

Die weltgrößte Spielemesse funktioniert als Onlineshow, aber nicht als packendes Event. Es braucht starke Bilder und gemeinsame Erlebnisse – vor Ort.
01.09.2020 - 18:11 Uhr Kommentieren
Starke Bilder wie dieses kann die Online-Show nicht erzeugen. Quelle: Gamescom
Pressekonferenz der Gamescom

Starke Bilder wie dieses kann die Online-Show nicht erzeugen.

(Foto: Gamescom)

Es ruckelt etwas. Das gilt für die Videostreams der pandemiebedingt erstmals rein online abgehaltenen Gamescom – und das Konzept der digitalen Messe selbst. Die Zahlen stimmen, das Gefühl nicht.

Die Auftaktshow „Opening Night Live” zog insgesamt rund drei Millionen Online-Zuschauer an, was selbst die Erwartungen der Gamescom-Veranstalter um das Dreifache übertroffen hat. Das ist ein Erfolg. In einem Jahr, in dem der Großteil der Gaming-Highlights abgesagt werden musste, kommt der aber nicht ganz überraschend. Die Fans stürzen sich auf die Inhalte, die sie kriegen. Auch weil die Marke Gamescom Qualität verspricht.

Trotz Top-Platzierungen in den Twitter-Trends mangelte es der mehrtägigen Digitalveranstaltung an Greifbarem. Die Streams sind oft Aneinanderreihungen von Trailern zu neuen Spielen – „Massenabfertigung“ wird es in Gaming-Foren genannt. Social Media, digitale Fragerunden und die wuseligen Chatfunktionen neben den Videos ersetzen nicht das sichtbare Publikumsinteresse in den Kölner Messehallen.

Wenn sogenannte Cosplayer ihre aufwendig selbst gemachten Kostüme in Onlineclips vorführen, ersetzt das nicht das anerkennende Raunen der Leute vor Ort. Hohe Zuschauerzahlen ersetzen nicht das gemeinsame Staunen, das durch das erste Anspielen eines lang ersehnten Titels oder den Griff zum Controller einer neuen Konsole ausgelöst wird. Es ist eine gute Show – aber kein erlebbares Event.

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    Die Gamescom muss ein Basar für Momente und Emotionen sein. Sie muss einzigartige Bilder kreieren. Und das geht selbst in einer digitalen Branche am besten analog.

    Um die Schwäche wissen die Veranstalter. Das Digitale soll bleiben, aber als Verlängerung des Vor-Ort-Erlebnisses. Fans und Spielehersteller, die sich die Reise zur Messe nicht leisten können, sollen die Chance zur Teilnahme haben. Das wirft die Frage auf, ob der Wettbewerb um die prominentesten virtuellen Messestände ein verdrängendes Preisgerangel auslöst.

    Die Fans bleiben der Messe treu – diese positive Nachricht können die Veranstalter mitnehmen. Es zeigt sich aber, dass einige Branchengrößen fernbleiben und ohne die Hinterzimmeratmosphäre des Business-Bereichs lieber zum Telefonhörer greifen. Das sollte nicht nur die Gamescom hellhörig machen.

    Die nächsten Wochen und Monate müssen zeigen, ob etwa Sony seine Playstation 5 lieber im Rahmen eines eigenen Events präsentiert und eigene Bilder kreiert. Und ob andere Spiele- und Hardwarekonzerne dem Beispiel folgen.

    Mehr: Die Gamescom will zeigen, wie Messen auch nach Corona funktionieren.

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