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Kommentar Angesichts der Coronakrise sind Unternehmensprognosen wertlos

Welche Folgen das Coronavirus auf die Geschäfte von Unternehmen hat, ist derzeit unvorhersehbar. Anleger müssen Chancen und Risiken also selbst einschätzen.
11.03.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Angesichts der Verunsicherung durch das Coronavirus sollten Anleger nicht auf derzeitige Geschäftsprognosen vertrauen. Quelle: Bloomberg
Bildschirm mit deutscher Corona-Ausbreitung in der Frankfurter Börse

Angesichts der Verunsicherung durch das Coronavirus sollten Anleger nicht auf derzeitige Geschäftsprognosen vertrauen.

(Foto: Bloomberg)

Der Siliziumspezialist Siltronic hatte zum Wochenauftakt seine Prognose unter den Vorbehalt einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gestellt. Je nachdem, wie rapide sich die Epidemie ausbreite, könne das Absatzvolumen statt der erhofften leichten Zuwächse weiter schrumpfen, hieß es aus dem Münchener MDax-Konzern.

Was für Anleger auf den ersten Blick wie das Eingeständnis mangelnder Prognosefähigkeit wirkt, ist in Wahrheit nur transparent und ehrlich. Kein Unternehmen und keine Branche kann derzeit seriös vorhersagen, wie das Jahr laufen wird.

Die sonst üblichen Annahmen zum Geschäftsverlauf und zu technischen Innovationen helfen dabei ebenso wenig wie der Blick in noch immer gut gefüllte Auftragsbücher. Sollte sich das Coronavirus in der bisherigen Geschwindigkeit weiter ausbreiten, dann ist vieles davon überholt und weitgehend nutzlos.

Für Anleger bedeutet das, dass sie den Prognosen der Unternehmen im Moment keine Bedeutung zumessen sollten. Vieles ist nicht vorhersehbar. Vorhersagen gleichen insofern eher einer Spekulation über den wahrscheinlichsten einer Vielzahl von möglichen Verläufen. Das ist keine verlässliche Vorhersage, an der sich die Unternehmen im weiteren Jahresverlauf messen müssen.

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    Auch Prognosen, die manche Unternehmen bereits vor wenigen Wochen ausgegeben haben, sind für Anleger nicht mehr verlässlich. Vieles steht derzeit unter Vorbehalt. Das wissen auch die Unternehmen. Da sie aber im Moment nicht anders planen können, bleibt erst mal alles, wie es ist.

    Somit muss sich jeder selbst ein Bild machen, ob er beim Coronavirus von einer kurzfristigen Störung ausgeht, die in der Entwicklung des Gesamtjahrs verkraftbar sein wird. Dann käme jetzt allmählich die Zeit für Kaufkurse.

    Oder er rechnet mit einer deutlichen Verschärfung bis hin zu einer globalen Rezession. Dann ist die Zeit für einen erneuten Einstieg am Aktienmarkt noch weit entfernt. Die Unternehmen selbst werden darauf keine Antworten liefern können.

    Mehr: Lesen Sie, warum trotz derzeitiger Krise an den Märkten keine Wiederholung der Dotcom-Blase droht.

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