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Kommentar Angriff auf Amazon: Aldi, Lidl und Edeka sollten von Walmart lernen

Aus Angst, Fehler zu machen, halten sich deutsche Unternehmen beim Onlinehandel zurück. Doch wenn sie weiter zögern, verspielen sie ihre Zukunft.
12.10.2020 - 16:01 Uhr Kommentieren
Der US-Händler probiert viele digitale Services aus, um Amazon Konkurrenz zu machen. Quelle: Walmart
Liefer-Drohne von Walmart

Der US-Händler probiert viele digitale Services aus, um Amazon Konkurrenz zu machen.

(Foto: Walmart)

Man muss nicht lang suchen, um Fehler zu finden, die der US-Handelsriese Walmart auf seinem Weg zur Digitalisierung gemacht hat. So ist die Marke Jet.com, die für drei Milliarden Euro gekauft wurde und die Amazon Konkurrenz machen sollte, schon wieder Geschichte. Ähnlich ging es mit anderen Marken und Ausflügen in den E-Commerce.

Doch Walmart hat eine Grundregel der digitalen Wirtschaft begriffen: Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen. Nur wer gar nichts tut, macht keine Fehler. Und wer sich nicht verändert, hat seine Zukunft schon verspielt.

Und so startet Walmart einen Versuch nach dem anderen, von eigenen Drohnen über Lieferdienste bis zum Online-Marktplatz. Vieles davon tun andere Händler als Spinnerei ab. Doch Walmart lernt aus seinen Fehlern und korrigiert die Strategie – und entwickelt sich so zum ernsthaften Amazon-Konkurrenten.

Im deutschen Einzelhandel ist diese agile Kultur noch Mangelware. Wer sich bei Händlern umhört, bekommt oft genug erklärt, warum etwas nicht funktioniert und warum sich Onlinehandel nicht rechnet. Es ist kein Zufall, dass die spannendsten Digitalprojekte im deutschen Handel von Start-ups kommen, die sich als Techunternehmen verstehen und nicht als Händler. Bestes Beispiel ist der Lebensmittellieferdienst Picnic, der etwas mit respektablem Erfolg probiert, was viele in der Branche zuvor für ein Himmelfahrtskommando gehalten hatten.

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    Sicher, es gibt Ausnahmen. Die Supermarktkette Rewe beispielsweise treibt ihren Lieferservice voran, weil sie davon überzeugt ist, dass die Kunden dies als Teil des Angebots künftig erwarten werden. Kaufland hat jetzt den Onlinemarktplatz Real.de übernommen und sichert sich dadurch Technologie und Know-how im Onlinehandel.

    Doch gerade Discountprimus Aldi glänzt durch digitale Abwesenheit. Er scheint ähnlich wie Lidl davon überzeugt zu sein, dass er mit dem Onlinehandel immer noch starten könne, wenn die Nachfrage mal so groß ist, dass man ihn profitabel betreiben kann. Auch Edeka lässt gerade seine zaghaften Onlineversuche mit der Tochter Bringmeister und einer Lieferplattform für die eigenen Händler langsam einschlafen.

    Die Digitalisierung des Handels aber ist nichts, was sich von heute auf morgen nachholen lässt. Selbst wer sich wie Walmart ernsthaft auf diesen Weg macht, braucht Zeit und muss bereit sein, Dinge auszuprobieren, die auf den ersten Blick waghalsig wirken. Noch kann sich die Branche erlauben, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Doch dieses Zeitfenster wird sich bald schließen.

    Mehr: Walmart wandelt sich vom Billigheimer zum digitalen Angreifer

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