Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Anleger sollten genau überlegen, ob sie ihr Geld Fondsmanagers anvertrauen wollen

Mehr Einblick in die echten Kosten von Fonds nutzt den Privatanlegern, um gut von weniger gut zu unterscheiden. Hier gilt: Billiger kann auch besser sein.
Kommentieren
Laien wissen kaum, welche Kosten bei Investmentfonds genau anfallen. Quelle: dpa
Dax-Chart

Laien wissen kaum, welche Kosten bei Investmentfonds genau anfallen.

(Foto: dpa)

Kosten sind Renditekiller. Bei Finanzprodukten lohnt deshalb der Blick auf die echten Belastungen. Im Fall der Investmentfonds drücken viele Kostenposten den Bruttoertrag. Laien wissen kaum, was da im Einzelnen anfällt. Es gibt nur einen Trost: Die vor einem Fondskauf gerne genutzten Performance-Listen mit Vergleichsprodukten weisen Nettoerträge nach allen Kosten aus.

Es wird im Prinzip also nichts versteckt. In der Praxis fehlt aber noch immer die Transparenz. Der Anleger vermisst weiterhin eine Zahl für die Gesamtkosten, auch wenn der Teufel hier im Detail steckt. Die Ratingagentur Morningstar kalkulierte jetzt solche Daten für eine große Zahl von Fonds. Danach werden von den Bruttoerträgen der Produkte häufig zwei Prozent jährlich an Kosten abgezogen – manchmal viel mehr. Diese Prozente kommen nicht beim Anleger an.

Solche Zahlen sind gerade für Anleger mit langem Horizont spannend. Wer jedes Jahr auf zwei Prozent Ertrag oder mehr verzichtet, für den türmen sich die entgangenen Gewinne über die Zeit immer höher auf.

Deshalb kann beispielsweise für die Altersvorsorge ein preiswerter Fonds eine gute Alternative sein. Das Produkt sollte allerdings akzeptable Erträge liefern. Denn wenn es wenig einbringt, sind auch geringe Kosten kein Trostpflaster.

ETFs als einfache Lösung

Das heißt nichts anderes, als dass die Anleger großes Vertrauen in die Fähigkeiten der Fondsmanager haben müssen. Die meisten Profis scheitern jedoch auf Dauer an den Kosten, die sich jedes Jahr aufs Neue vor ihnen auftürmen. Im Schnitt liefern nur wenige mehr Ertrag an die Anleger als ein Vergleichsindex bieten würde.

Ein typischer Privatanleger kann sich daher auf einfache Weise des Auswahlproblems entledigen, wenn er sich nicht regelmäßig mit dem Thema beschäftigen will. Er kauft einfach einen börsengehandelten Indexfonds (ETF). Die Gebühren nahe null garantieren zumindest eines: Kosten als Renditekiller sind ausgeschlossen.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Anleger sollten genau überlegen, ob sie ihr Geld Fondsmanagers anvertrauen wollen

0 Kommentare zu "Kommentar: Anleger sollten genau überlegen, ob sie ihr Geld Fondsmanagers anvertrauen wollen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote