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Kommentar Anleger sollten Inflationsgefahren nicht unterschätzen

Noch fallen die Teuerungsraten. Doch wer vorsichtig ist, sichert sich jetzt schon Inflationsschutz – etwa über Gold oder spezielle Anleihen.
15.05.2020 - 15:44 Uhr 1 Kommentar
Inflation zehrt am Geldwert und an der Rendite von Anlagen. Quelle: Imago
Prozentzeichen und Euro-Scheine

Inflation zehrt am Geldwert und an der Rendite von Anlagen.

(Foto: Imago)

Zugegeben, eine Warnung vor steigender Inflation scheint derzeit völlig daneben. Eine weltweite Rezession ist als Folge der Corona-Pandemie unvermeidbar, an Lohnsteigerungen ist angesichts zunehmender Arbeitslosenzahlen nicht zu denken, der Konsum bricht weg, und die Öl- und Benzinpreise sind eingebrochen.

Im April lagen die Verbraucherpreise in Deutschland gerade mal 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, im Euro-Raum ging die Teuerungsrate sogar auf 0,4 Prozent zurück.

Dennoch gibt es langfristige Warnzeichen: Die Zentralbanken der USA, der Euro-Zone, Japans und England blähen ihre Bilanzsummen auf, die Trennung zwischen Fiskal- und Geldpolitik verschwimmt immer deutlicher. Gleichzeitig steigt die Verschuldung der Staaten, die ebenfalls Billionen ausgeben, um die Folgen der Corona-Hilfe abzumildern. Es kommt also mehr Geld in Umlauf.

Dazu kommt: Wenn sich Staaten unter anderem aus Angst vor instabilen Lieferketten weiter aus dem Welthandel zurückziehen, erhöhen sich die Produktionskosten. Und wenn viele Unternehmen die Krise nicht überleben, sinkt der Wettbewerb und Preise können leichter erhöht werden.

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    Die Inflation zu beobachten ist deshalb für Anleger wichtig. Als klassischer Inflationsschutz gilt vor allem Gold. Doch auch spezielle Staatsanleihen, deren Zinsen und Tilgung im Einklang mit der Teuerungsrate steigen, schützen.

    Der Inflationsschutz über diese Anleihen ist derzeit extrem günstig. Aus Deutschland bilden sie für eine Laufzeit von zehn Jahren eine Inflationserwartung von gerade mal etwas mehr als 0,4 Prozent pro Jahr ab. Das heißt: Wenn die Inflation im Schnitt über den gesamten Zeitraum höher ausfällt, stehen sich Anleger mit diesen Papieren besser als mit herkömmlichen Bundesanleihen.

    Die reale Rendite, also inklusive Inflationsausgleich, liegt für diese Anleihen allerdings bei minus 0,96 Prozent. Doch wenn die Inflation tatsächlich deutlich anzieht, wäre dies das kleinere Übel. Außerdem dürften bei steigender Inflation die Kurse der Spezialanleihen deutlich steigen. Viele Fondsmanager mischen auch deshalb schon jetzt verstärkt inflationsindexierte Anleihen ihren Portfolios bei.

    Mehr: Die Coronakrise führt die Weltwirtschaft in ein Schuldenproblem historischen Ausmaßes.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Anleger sollten Inflationsgefahren nicht unterschätzen "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vor Inflationsgefahren zu warnen, erscheint in der Tat sinnvoll zu sein. Aber den Focus nur auf Gold und Inflationsgeschütze Anleihen zu legen ist viel zu einseitig. Hier hätte man wenigstens das Thema Sachwerte insgesamt mit seinen vielen Assetklassen (Immobilen, Aktien, ...) sowie die Notwendigkeit einer sinnvollen Risikostreuung erwähnen sollen.

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