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Kommentar Anleger sollten sich nicht zu sehr über die Aktiensplits von Tesla und Apple freuen

Die Aktiensplits vom Montag machen Tesla- und Apple-Aktien optisch günstiger. Anleger sollten dennoch die Risiken nicht übersehen.
31.08.2020 - 16:02 Uhr Kommentieren
Das Logo von Apple: der iPhone-Konzern hat seine Aktien im Verhältnis 1:4 geteilt. Warum Anleger dennoch nicht in Euphorie verfallen sollten. REUTERS/Gonzalo Fuentes/File Photo Quelle: Reuters
FILE PHOTO: Apple logo is seen on the Apple store at the Marche Saint Germain in Paris

Das Logo von Apple: der iPhone-Konzern hat seine Aktien im Verhältnis 1:4 geteilt. Warum Anleger dennoch nicht in Euphorie verfallen sollten. REUTERS/Gonzalo Fuentes/File Photo

(Foto: Reuters)

Manche Aktionäre von Apple und Tesla dürften sich am Montagmorgen kurz erschreckt haben: Über Nacht hat sich die Zahl ihrer Aktien wie auf wundersame Weise vermehrt. Wer vorher zehn Apple-Papiere hatte, besitzt plötzlich 40 – und bei Tesla wurden aus zehn Papieren sogar 50.

Was wie die Quadratur des Kreises wirkt, nennt sich an der Börse nüchtern „Aktiensplit“. Die Aktien werden in kleinere Stücke aufgeteilt, zu niedrigerem Nennwert – der Marktwert der Anteile in der Summe ändert sich jedoch nicht.

Was wie Finanz-Voodoo klingt, folgt einer nüchternen Logik: Die Aktien der beiden Firmen sind für viele Privatanleger inzwischen viel zu teuer geworden. Apple-Papiere hatten erst jüngst die Marke von 500 Dollar pro Stück überstiegen, bei Tesla kostete eine Aktie vor dem Split sogar mehr als 2300 Dollar.

Der Split soll diesen Effekt aufheben und die Papiere wieder attraktiver für breite Gruppen unter den Anlegern machen. Es handelt sich also erst einmal um geschicktes Marketing der Investor-Relations-Abteilungen der Großkonzerne – und dennoch verfehlte der Split nicht seine Wirkung.

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    Sowohl Apple- als auch Tesla-Aktien legten seit der Ankündigung dieses Schritts deutlich zu. Wenn ein einzelner Anteilsschein nicht mehr so teuer aussieht, können sich die Papiere wieder mehr Anleger leisten, lautet die Logik, weshalb der Kurs neues Potenzial aufweist.

    Es ist ein Taschenspielertrick, doch tatsächlich funktioniert er in den meisten Fällen. So zeigt der historische Rückblick, dass die Kurse von Firmen, die in den letzten zwölf Monaten einen Split durchführten, im Durchschnitt um mehr als 30 Prozent zulegten.

    Dennoch sollten Anleger nicht einfach nur deshalb zu Aktien greifen, weil sie nun plötzlich optisch günstiger wirken. Apple ist ein grundsolider Konzern, von dem Großaktionär Warren Buffett sagt, es sei das „wahrscheinlich beste Business, das ich auf der Welt kenne“. Die Aktionäre sollten jedoch nicht verkennen, dass der Streit mit dem „Fortnite“-Hersteller Epic Games über die Gebühren im Apple-Store für den iPhone-Konzern Risiken birgt.

    Kippt das System der In-App-Käufe im Apple-Store, wankt auch eine wichtige Säule des bisher so lukrativen Geschäftsmodells. Anleger sollten das im Hinterkopf behalten, wenn sie jetzt nach den vermeintlich günstig wirkenden Aktien greifen.

    Mehr: Wie Anleger vom Apple-Trick profitieren

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