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Kommentar Anleger sollten sich vom Gedanken verabschieden, in der Krise clevere Käufe zu machen

In der Coronakrise haben sich die Aktienkurse von der Konjunkturlage abgekoppelt. Anleger sollten sich gerade jetzt an das Einmaleins des Investierens halten.
30.06.2020 - 14:14 Uhr Kommentieren
Viele im Börsenindex Dax notierte Firmen haben sich seit dem Corona-Crash im März bereits wieder deutlich erholt. Quelle: dpa
Kurstafel an der Frankfurter Börse

Viele im Börsenindex Dax notierte Firmen haben sich seit dem Corona-Crash im März bereits wieder deutlich erholt.

(Foto: dpa)

Wer in den vergangenen Wochen auf die wichtigsten Kurscharts geschaut hat, konnte den Eindruck gewinnen, dass die Investoren die finanziellen Folgen der Coronakrise bereits weitgehend abgehakt haben. Im Vergleich zu seinen Tiefständen in diesem Jahr hat Deutschlands Börsenindex Dax wieder mehr als 40 Prozent zugelegt.

Dennoch ist das Vertrauen in die Rally der vergangenen Wochen unverändert gering. Steigende Corona-Infektionszahlen genügten vor wenigen Tagen, um den Dow Jones zeitweise deutlich zu drücken. Von der „meistgehassten Börsenrally“ spricht mancher Investor.

Wer argumentiert, dass die Börsen einfach nur verrückt spielen, macht es sich zu einfach. Natürlich ist es richtig, dass die derzeitige Konjunkturlage trübe wirkt und viele Firmen für dieses Geschäftsjahr geringere Dividenden auszahlen werden. Doch nicht umsonst heißt es, dass am Aktienmarkt die Zukunft gehandelt wird – und die sieht auf mittlere Sicht deutlich positiver aus.

Bereits ab 2021 sollten die Unternehmen wieder mehr verdienen als in diesem Jahr, darüber herrscht Konsens. Bis dahin sorgen die Programme der Notenbanken und Staaten für eine hohe Liquidität an den Finanzmärkten und für Wachstumsimpulse.
Wie nachhaltig vor diesem Hintergrund die aktuelle Rally ist, kann ehrlicherweise niemand mit Gewissheit beantworten.

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    Die bisherige Erholung bleibt mit großen Unsicherheiten behaftet. Die Kurse sind vor allem durch Liquidität getrieben – und einen Mangel an Alternativen. Die milliardenschweren Rettungspakete werden die Staatsschulden weiter erhöhen – und damit auch den Druck auf die Zentralbanken, die Zinsen niedrig zu halten.

    Breit streuen, Kosten niedrig halten, Ruhe bewahren

    Die hohen Infektionszahlen in den USA und Südamerika zeigen aber, dass die Corona-Gefahr keineswegs gebannt ist. Und die Investoren spielen an der Börse weiter ein V-Szenario, also eine schnelle Erholung, ohne dass klar ist, ob die Rückkehr zur alten Normalität vor Corona wirklich durchzuhalten ist.

    Investoren sollten sich deshalb von der Vorstellung verabschieden, während der Coronakrise besonders clevere Käufe zu machen. Stattdessen sollten sich Anleger auch in diesen turbulenten Zeiten besser an die Grundlagen des Investierens halten: die Mittel breit streuen, die Kosten niedrig halten – und auch mal Ruhe bewahren.

    Für langfristige Anleger führt an Aktien bei der Geldanlage kein Weg vorbei, solange am Anleihemarkt kaum Profit zu machen ist. Gerade der Fall Wirecard ist aber eine Mahnung, nicht jeder Hype-Aktie oder jedem vermeintlich heißen Tipp blind hinterherzulaufen.

    Starinvestor Warren Buffett brachte es auf den Punkt: „Der dümmste Grund, eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.“ Das gilt gerade in Corona-Zeiten.

    Mehr: Die Dauerläufer: Welche Aktien jetzt das Depot stabilisieren können

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