Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Anleger sollten sich von der Erholung des chinesischen Aktienmarkts nicht täuschen lassen

Der CSI 300 hat seinen zwischenzeitlichen Einbruch wettgemacht. Dafür gibt es einen Grund, aber Anleger sollten sich nicht in Sicherheit wiegen.
08.03.2020 - 17:51 Uhr Kommentieren
Chinas Börse liegt seit Jahresanfang im Plus. Quelle: dpa
Bullenskulptur in Peking

Chinas Börse liegt seit Jahresanfang im Plus.

(Foto: dpa)

Wer sich den Kursverlauf des chinesischen Aktienmarkts ansieht, könnte denken, die Coronakrise sei schon ausgestanden. Chinas Leitindex CSI 300 brach nach den verlängerten Neujahrsferien Anfang Februar zwar an einem Tag unter dem Strich um acht Prozent ein und verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit fast fünf Jahren. Doch diesen Einbruch hat die Börse längst wieder aufgeholt.

Tatsächlich liegt der CSI 300 als einer der wenigen Aktienindizes sogar seit Jahresanfang wieder im Plus. Der Jahresgewinn beträgt bislang zwar nur ein mageres Prozent – verglichen mit dem achtprozentigen Minus im US-Leitindex S&P 500 oder den sogar fast 13 Prozent, die der Dax seit Jahresanfang eingebüßt hat, ist das beachtlich.

Vor allem ist die Erholung des chinesischen Aktienmarkts aber erstaunlich. Die Beschränkung im Personen- und Warenverkehr inklusive Zwangsabriegelung ganzer Regionen hinterlassen tiefe Spuren in der chinesischen Wirtschaft. Chinas Exporte sanken im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 17 Prozent.

Frühindikatoren schlechter als in der Finanzkrise

Frühindikatoren signalisieren eine tiefe Rezession: Die Einkaufsmanagerindizes in der Volksrepublik sind im Februar für die Industrie auf 37,5 und für den Dienstleistungssektor auf 29,6 Punkte abgerutscht. So niedrig lagen die Indikatoren nicht einmal während der großen Finanzkrise.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Hauptgrund dafür, dass sich Chinas Börsen so deutlich erholt haben, liegt in Peking. Die Zentralbank hat die Leitzinsen schon Ende Januar gesenkt und ermuntert die Zentralbanken, die Kreditvergabe zu lockern. Die Regierung hat mehr als 900 Milliarden Yuan (knapp 119 Milliarden Euro) in die Wirtschaft gepumpt.

    Die Märkte setzen also auf Regierung und Notenbank. Deren Hilfen bergen aber Gefahren, wie eine weiter ansteigende Verschuldung der chinesischen Unternehmen. Zudem können Geldspritzen wirtschaftliche Einbrüche nur abmildern, aber nicht verhindern.

    Daher sollten sich Anleger von der Erholung des chinesischen Aktienmarkts nicht täuschen lassen. Langfristig sind die Aussichten wegen der wachsenden Bedeutung Chinas zwar nicht schlecht. Aber kurzfristig drohen Rückschläge.

    Mehr: Die Autobranche setzt weniger ab, Chemiekonzernen mangelt es an Material – das Coronavirus ist für in China aktive Firmen ein konkretes Problem.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Anleger sollten sich von der Erholung des chinesischen Aktienmarkts nicht täuschen lassen
    0 Kommentare zu "Kommentar : Anleger sollten sich von der Erholung des chinesischen Aktienmarkts nicht täuschen lassen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%