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Kommentar Apotheken sollten über Online-Bestellmodelle nachdenken

Für Apotheken ist es an der Zeit, die Initiative zu ergreifen: Statt auf Bonusverbote zu hoffen, sollten sie eine eigene Strategie für E-Rezepte entwickeln.
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Die niederländische Versandapotheke will ihren Marktanteil im Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten vergrößern. Quelle: dpa
Internet-Apotheke DocMorris

Die niederländische Versandapotheke will ihren Marktanteil im Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten vergrößern.

(Foto: dpa)

Die Bundesregierung will die Vor-Ort-Apotheken stärken. EU-Versandapotheken wie Doc Morris und Shop-Apotheke sollen gesetzlich versicherten Patienten keine Rabatte mehr auf Rezepte geben dürfen und sich damit wie die inländischen Apotheken an die Preisbindung halten müssen. Ob das Vorhaben einer europarechtlichen Prüfung standhält, ist fraglich.

Aber wer sich die ambitionierten Wachstumspläne der börsennotierten Apotheken Doc Morris/Zur Rose und Shop Apotheke mit dem elektronischen Rezept in Richtung Milliardenumsatz anschaut, der muss sich fragen, ob das entscheidende Thema zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheke wirklich das Bonusverbot ist. Oder ob es nicht mehr um die Frage gehen sollte, wie jede einzelne Pharmazie mit dem E-Rezept das Beste auch für sich rausholen kann.

Der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten liegt gerade mal bei einem Prozent des deutschen Apothekenmarktes. Mit dem E-Rezept wird der Anteil vermutlich zweistellig werden.

Der größere Teil des Geschäfts wird aber auch künftig über die stationären Apotheken laufen. Denn in den meisten Fällen wollen die Patienten doch direkt nach dem Arztbesuch ihr Rezept einlösen, um die benötigten Medikamente schnell nehmen zu können.

Sind die dann nicht vorrätig, werden sie in der Regel am selben Tag mit einem Botendienst zur Verfügung gestellt. Solche Services müssen die stationären Apotheken ausbauen, da können die Versandapotheken – wie auch bei der persönlichen Beratung – nicht mithalten.

Und warum nicht über Kooperation statt Konfrontation nachdenken? Über Click-&-Collect-Modelle, bei denen über die Versandapotheke bestellte Medikamente in der Apotheke vor Ort abgeholt werden können.

Das bringt neue Kunden und sichert ein Stück vom Kuchen. Denn Convenience ist für viele Verbraucher entscheidender als der Preis. Es ist Zeit, die Initiative zu ergreifen und nicht drauf zu hoffen, dass einmal mehr die Politik das Geschäft sichert.

Mehr: Doc Morris und Shop-Apotheke erwarten einen Wachstumsschub durch das elektronische Rezept – und wollen zu Gesundheitsplattformen werden.

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