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Kommentar Apple Pay wird die Deutschen nicht so schnell vom Bargeld lösen

Die Deutschen wollen sich einfach nicht vom Bargeld lösen – daran wird auch Apple Pay so schnell nichts ändern. Ein Problem ist das Angebot selbst.
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Wo diese Hinweisschilder hängen, soll der Kunde mit seinem Gerät zahlen können. Quelle: dpa
Apple Pay

Wo diese Hinweisschilder hängen, soll der Kunde mit seinem Gerät zahlen können.

(Foto: dpa)

Groß war die Vorfreude, fast genauso groß die Aufregung, als es endlich so weit war. Beinahe könnte man meinen, dass ganz Deutschland ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk bekommen hätte. Ein paar Wochen vor dem Fest bringt der kalifornische Tech-Riese Apple seinen mobilen Bezahldienst nun auch nach Deutschland. Ab sofort könnten Besitzer neuerer iPhones, der Computeruhr Apple Watch und von neueren iPads ihre Geräte nutzen, um bargeldlos zu bezahlen.

Aber freuen sich die Beschenkten auch wirklich? Zweifel sind angebracht. Apple hat zwar schon manchen Markt aufgemischt, aber im Alleingang werden es die Amerikaner kaum schaffen, die Deutschen von ihrem geliebten Bargeld zu entwöhnen.

Fast drei Viertel ihrer Einkäufe begleichen die heimischen Verbraucher weiterhin mit Scheinen und Münzen – und das, obwohl schon einige Anbieter wie Google Pay oder die Sparkassen und Volksbanken mit ihren eigenen Bezahl-Apps in den Markt drängen. Während in vielen europäischen Ländern das Bargeld langsam, aber sicher verschwindet, sind hierzulande die Abhebungen an Geldautomaten im ablaufenden Jahr sogar noch einmal gestiegen.

Ein wichtiger Grund für das Misstrauen der Deutschen gegenüber Apple, Google und Co., wenn es um das Thema Bezahlen geht, ist die Angst vor Datenmissbrauch. Dabei geht es um mehr als ein diffuses Unbehagen. Tatsächlich lassen sich aus dem Zahlungsverhalten erstaunlich präzise Persönlichkeitsprofile destillieren.

Aber es gibt auch ganz praktische Gründe, die gegen einen schnellen Siegeszug von Apple Pay sprechen: Das Angebot ist zumindest zum Start nur bedingt alltagstauglich.

Potenzielle Kunden brauchen das richtige Handy, die passende Bank und eine kompatible Zahlungskarte. Das sind eine ganze Menge Bedingungen für einen Markt, der vor allem davon lebt, den Verbrauchern möglichst unkomplizierte und komfortable Lösungen anzubieten.

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