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Kommentar Apple verrät im App-Store-Streit mit Entwicklern seine Ideale

Wenn es um den Umsatz geht, ist Apple sich für keinen Konflikt mehr zu schade. Gründer Steve Jobs hätte das auf die Palme gebracht.
21.06.2020 - 19:52 Uhr Kommentieren
Nutzer des Premiumgeräts bekommen den Konflikt der Entwickler mit Apple schon zu spüren: Netflix verkauft dort keine Streaming-Abos mehr, weil der Konzern so stark am Umsatz beteiligt werden will. Quelle: AFP
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Nutzer des Premiumgeräts bekommen den Konflikt der Entwickler mit Apple schon zu spüren: Netflix verkauft dort keine Streaming-Abos mehr, weil der Konzern so stark am Umsatz beteiligt werden will.

(Foto: AFP)

Steve Jobs hatte ein Prinzip: Einfachheit. „Es ist viel Arbeit, eine Sache einfach zu gestalten“, sagte der Apple-Gründer, der mit seinen intuitiven Produkten vom Mac bis zum iPhone die Welt revolutionierte – nicht nur die des Produktdesigns.

Die seit Jahren schwelende Kontroverse mit Entwicklern für den App-Store zeigt, wie weit Apple sich von dieser Philosophie entfernt, wenn höhere Umsätze locken. Der wertvollste Konzern der Welt verlangt von den meisten Entwicklern gewaltige 30 Prozent des Umsatzes, die sie mit Apple-Nutzern generieren – angeblich für die Kosten der Sicherheitsprüfung und andere Kosten, die der App Store erzeugt.

Vergleicht man das mit den Gebühren von Zahlungsdienstleistern, die immerhin auch in Sicherheit investieren müssen, wird klar, wo der Unterschied liegt. Visa, Mastercard oder Paypal können nur einige Prozent nehmen, weil sie Konkurrenz haben und ein Händler, der sich ausgenommen fühlt, eine Zahlungsart einfach nicht anbieten kann.

Apple kann dagegen Duopol-Renten einstreichen. Kein Mensch wechselt zu Android, weil Entwickler zu viel an Apple zahlen müssen. Kein Entwickler kann es sich leisten, seine App nur noch auf Googles Plattform anzubieten.

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    Trotzdem wächst die Gegenwehr: Die Entwickler der E-Mail-App „Hey“ sorgen vor Apples Entwicklerkonferenz WWDC für Aufruhr, weil sie die „Apple Tax“ mit Mafia-Schutzgeld vergleichen. Der Musikstreamingdienst Spotify erreichte, dass die EU-Kommission ein Wettbewerbsverfahren einleitet. Und Netflix verkauft gar keine Abos mehr über den App Store. Die Verwirrung bei seinen Fans nimmt der Streaminganbieter in Kauf.

    In einer idealen Welt gäbe gerade das Apple Grund zum Umdenken. Dass iPhone-Nutzer eine so wichtige App wegen einer stumpfen Rechnungsfrage nicht richtig nutzen können, hätte den App-Store-Erfinder Jobs auf die Palme gebracht. In der Realität wird es eher die EU-Kommission sein, die Apples Gebühren Einhalt gebietet.

    Mehr: Alle gegen Big Tech: Google und Amazon stehen unter Druck.

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