Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Argentiniens Zahlungsprobleme sind ein Ausfall mit Ansage

Argentinien hat wieder Probleme seine Schulden zu bedienen. Die neue Regierung muss sich jetzt schnell von Ex-Präsidentin Kirchner distanzieren.
22.12.2019 - 15:18 Uhr Kommentieren
Die argentinische Regierung hat die Rückzahlung kurzläufiger Anleihen ausgesetzt. Quelle: Reuters
Demonstration in Buenos Aires

Die argentinische Regierung hat die Rückzahlung kurzläufiger Anleihen ausgesetzt.

(Foto: Reuters)

Die argentinische Regierung unter dem neuen Präsidenten Alberto Fernandez setzt die Rückzahlung kurzläufiger Anleihen aus. Sie will mit den Gläubigern des Landes über eine Umschuldung verhandeln. Klar scheint jetzt schon, dass das Land seine Schulden nicht vollständig zahlen kann und die Gläubiger auf einen Teil ihrer Gelder verzichten müssen.

Ein Ausweg aus der Krise ist nur möglich, wenn sich der neue Präsident klar von seiner Vorvorgängerin Cristina Fernández de Kirchner distanziert. Danach sieht es derzeit nicht aus. Die Politikerin bekleidet den extrem einflussreichen Posten der Vizepräsidentin.

Dabei hat Fernández de Kirchner die Probleme Argentiniens maßgeblich zu verantworten. Die Politikerin, gegen die in mehreren Fällen wegen Korruption ermittelt wird, hat das Land in ihrer Amtszeit als Präsidentin von 2007 bis 2015 wirtschaftlich an den Rand des Ruins geführt. Ihr Nachfolger Mauricio Macri versuchte danach, die Staatsfinanzen durch eine harte Sparpolitik in den Griff zu bekommen – und scheiterte. Die Kürzungen schwächten die Wirtschaft und machten es damit für die Regierung noch schwerer, die Schulden zu bedienen.

Nun will die neue Regierung in Verhandlungen mit den Gläubigern die Schuldenlast drücken und die Wirtschaft durch höhere Ausgaben ankurbeln. Im Prinzip ist es richtig, in der Rezession, in der Argentinien derzeit steckt, nicht zu sehr zu sparen. Dies verstärkt nur die Krise und hilft damit auch nicht den Gläubigern.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Wichtiger sind strukturelle Reformen, die das Land wettbewerbsfähiger machen und das Wachstum stärken. Solche Reformen brauchen aber Zeit. Argentinien wird daher weiter auf Kapital aus dem Ausland angewiesen sein und braucht eine Lösung mit den Gläubigern. Um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen, muss der neue Präsident seine Eigenständigkeit unter Beweis stellen. Solange Kirchner in führender Position bleibt, besteht wenig Hoffnung für Argentinien.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Argentiniens Zahlungsprobleme sind ein Ausfall mit Ansage
    0 Kommentare zu "Kommentar: Argentiniens Zahlungsprobleme sind ein Ausfall mit Ansage"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%