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Kommentar AT&T verabschiedet sich aus dem Mediengeschäft – das bedeutet mehr Konkurrenz für T-Mobile US

AT&T trennt sich von seiner Mediensparte, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren – den US-Mobilfunkmarkt. T-Mobile US muss nun mit mehr Wettbewerb rechnen.
19.05.2021 - 16:21 Uhr Kommentieren
Seit der Fusion mit Sprint ist T-Mobile US zweitgrößter Mobilfunkanbieter in den USA. Quelle: dpa
T-Mobile US

Seit der Fusion mit Sprint ist T-Mobile US zweitgrößter Mobilfunkanbieter in den USA.

(Foto: dpa)

Nicht nur die Nachricht an sich, sondern auch der Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung war für den Telekom-Chef Timotheus Höttges ungünstig: AT&T verkündete eine radikale Wende und verabschiedet sich mit der Abspaltung seiner Sparte Warner Media von allen Medienträumen. Der Konzern will sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren – den amerikanischen Mobilfunkmarkt.

Für die Telekom-Tochter in den USA bedeutet das mehr Wettbewerb. Die Entscheidung von AT&T drang nur wenige Tage vor dem Kapitalmarkttag der Deutschen Telekom an die Öffentlichkeit.

Dort will Höttges bei Investoren für die Expansion in den USA und den Erwerb von weiteren Anteilen an T-Mobile US werben. Keine leichte Aufgabe, denn die Telekom muss zugleich in Europa die Netze ausbauen und ihre Schuldenlast abbauen. Zudem hat die Telekom-US-Tochter jetzt einen Wettbewerber, der sich nicht mehr vom Glanz Hollywoods ablenken lässt.

Der frühere T-Mobile-US-Chef John Legere hatte jahrelang leichtes Spiel mit AT&T. Ihm gelang es vor allem auf Kosten des Konkurrenten, seine Marke neu zu positionieren. Legere lockte mit weniger Gebühren und Vertragsklauseln viele Kunden zu T-Mobile US.

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    AT&T war nicht bei der Sache: Unter dem damaligen Chef Randall Stephenson folgte eine katastrophale Übernahme in der Medienbranche auf die nächste. Die Verschmelzung von Inhalten und Distribution hört sich schön an, bewährt sich aber im Markt nicht.

    Das Abenteuer kostete AT&T viele Milliarden Dollar und lenkte das Unternehmen stark vom Kerngeschäft ab. Stephensons Nachfolger John Stankey schwenkt um: Mit den Sparten-Verkäufen und einer Dividendenkürzung wird AT&T die immensen Schulden senken und mehr ins Netz investieren.

    David gegen Goliath war einmal

    Das sind schlechte Nachrichten für T-Mobile US und die Deutsche Telekom. Die Erfolgsgeschichte der Telekom-Tochter ist die Geschichte von David gegen Goliath – doch das ist lange vorbei. Seit der Fusion mit Sprint ist T-Mobile US zweitgrößter Mobilfunkanbieter in den USA. Der Wettbewerb wird nun härter werden, und die Margen werden entsprechend sinken.

    Keine Frage: T-Mobile reitet in den USA auf einer Erfolgswelle. Das hat zum einen technische Gründe, denn das von Sprint übernommene Spektrum verstärkt das Netz in idealer Weise. Aber auch das Marketing trägt seinen Teil dazu bei. Dank Legeres Aufbauarbeit besitzt T-Mobile US eine starke Stellung und gilt trotz seiner Größe immer noch als innovativ und kundenfreundlich.

    Doch wegen der Sprint-Fusion und anderer Investitionen lasten 72 Milliarden Dollar Schulden auf dem Unternehmen. Allein für die langfristigen Verpflichtungen zahlt das Unternehmen jährlich zwei Milliarden Dollar Zinsen. Bislang ist das kein Problem, denn der Cashflow deckt den Schuldendienst gut ab. Ein Preiskrieg mit AT&T ist da allerdings nicht eingerechnet.

    Mehr: Telekom will die volle Kontrolle über T-Mobile US übernehmen.

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