Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Auf dem Kryptomarkt trennt sich die Spreu vom Weizen – und das ist gut so

Eine gesunde Skepsis bei Krypto-Investments ist angebracht. Doch Anleger sollten nicht alle Kryptowährungen über einen Kamm scheren.
10.05.2021 - 17:32 Uhr Kommentieren
Fast 9700 Kryptowährungen gibt es mittlerweile, für einen Großteil davon sehen Experten keine Zukunft. Quelle: ullstein bild
Eine Auswahl an Kryptowährungen, durch Münzen symbolisiert

Fast 9700 Kryptowährungen gibt es mittlerweile, für einen Großteil davon sehen Experten keine Zukunft.

(Foto: ullstein bild)

Spätestens seit die Großbank JP Morgan ihren Kunden rät, einen kleinen Teil ihres Vermögens in Bitcoin und Co. zu investieren, steht fest: Kryptowährungen sind in der Geldanlage zu einer ernst zu nehmenden Größe avanciert. Und gerade in Zeiten von Anlagenotstand gilt aus Sicht vieler Kryptoverfechter: Wer die Coins ignoriert, verliert – zumindest bei einem Teil der mittlerweile fast 9700 Cyberwährungen.

Denn in der Kryptowelt zeichnet sich eine strukturelle Zweiteilung ab: Auf der einen Seite stehen die großen, etablierten Coins, dazu zählen beispielsweise der Bitcoin, in den bereits international agierende Großunternehmen investieren und dem immer mehr institutionelle Investoren Vertrauen schenken, oder Ether, die Nummer zwei unter den Kryptowährungen, die die Infrastruktur für Tausende digitale Anwendungen im Bereich des dezentralisierten Finanzwesens, kurz Defi, zur Verfügung stellt.

Schon jetzt ist dieser Bereich über 85 Milliarden Dollar schwer, wie die Branchenplattform Defi Pulse schätzt – und er wächst weiter. Auch in Anwendungen wie Cardano oder Polkadot sehen Experten einen echten Nutzen für die Branche. Dieser Teil der Kryptowährungen steht stellvertretend für jene technologischen und digitalen Innovationen, die in der Lage sind, die Finanzwelt zunehmend zu automatisieren und Gebühren und Bürokratie abzubauen.

Auf der anderen Seite stehen die Coins, die weder innovativ noch besonders sicher sind. Selbst Experten sind sich einig, dass ein Großteil der Coins auf dem Markt sogenannte „Shitcoins“ sind – also wertlose Coins, die keinen Nutzen für die Branche oder Technologie haben. Auch mit betrügerischen Token macht die Branche schon seit Jahren Erfahrungen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Bitcoin ist nicht gleichzusetzen mit langfristig irrelevanten Spaßwährungen

    Und noch immer kommt es zu Fehlern, Betrugsfällen und Hackerangriffen. Das Risiko eines Totalverlusts besteht bei Kryptowährungen durchaus, oft sind Anleger in solchen Fällen schlecht geschützt. Und gerade Kryptowährungen mit kleiner Marktkapitalisierung sind anfällig für Manipulation, warnen Beobachter. Eine gesunde Skepsis ist bei Kryptoinvestments also immer angebracht.

    Doch wer aus diesem Grund die gesamte Kryptobranche ablehnt, macht einen Fehler. Etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether, die über ausgefeilte Sicherheitsmechanismen verfügen, sind keinesfalls gleichzusetzen mit Spaßwährungen wie dem Dogecoin, der je nach Laune von Tesla-Chef Elon Musk und dessen Tweets zur Kryptowährung mal auf Berg-, mal auf Talfahrt geht, oder Safemoon, der überhaupt keinen Einsatzzweck in der Kryptowelt erfüllt.

    Anleger sollten sich also nicht wegen der Probleme kleinerer Coins davon abhalten lassen, in jene Kryptowährungen zu investieren, die aus Teilen der Finanzwelt schon heute kaum mehr wegzudenken sind.

    Mehr: Goldman Sachs wagt den vorsichtigen Einstieg in die Krypto-Welt

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Auf dem Kryptomarkt trennt sich die Spreu vom Weizen – und das ist gut so
    0 Kommentare zu "Kommentar: Auf dem Kryptomarkt trennt sich die Spreu vom Weizen – und das ist gut so"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%