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Kommentar Ausgerechnet die CSU ist die Harmonietruppe der Großen Koalition

Der interne Machtkampf ist beigelegt, die CSU kann sich nun ganz auf die Europawahl konzentrieren. Dank Manfred Weber hat die Partei eine große Chance.
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Keine Streitereien mehr: Markus Söder (rechts) übernimmt ohne die üblichen Schmutzeleien das Amt des Parteichefs von Horst Seehofer. Quelle: picture alliance/dpa
Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag

Keine Streitereien mehr: Markus Söder (rechts) übernimmt ohne die üblichen Schmutzeleien das Amt des Parteichefs von Horst Seehofer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Blick auf die Große Koalition hat die CSU die besten Startvoraussetzungen ins neue Jahr. Die SPD kommt nicht auf die Füße, die CDU ist gespalten in die Lager um Friedrich Merz und die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Christsozialen haben dagegen ihren internen Machtkampf um die Parteispitze für ihre Verhältnisse relativ geräuschlos beigelegt. Markus Söder übernimmt ohne die üblichen Schmutzeleien das Amt von Horst Seehofer.

Selbst Alexander Dobrindt rüstet vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon ab, die konservative Revolution ist fürs Erste abgeblasen.

In diesem Jahr kommt auch nicht der Merkel-Gegner Viktor Orbán aus Ungarn. Geladen ist der griechische Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis, der bald in Athen regieren könnte. Ausgerechnet. In der Euro-Debatte hatte sich die CSU noch sehr kritisch zu einem Verbleib Griechenlands in der Währungsunion geäußert.

Die CSU als Harmonietruppe der Großen Koalition – gut, dass das Franz Josef Strauß nicht mehr erleben muss. Die eine oder andere Forderung von Seehofer nach schärferen Abschiebegesetzen gibt der Klausur etwas Widerständiges.

Doch alle in der CSU wissen: Es hakt bei den Abschiebungen nicht an den Gesetzen, sondern an der Umsetzung derselben. Da ist für die CSU nicht mehr viel zu holen.

Der Blick wendet sich in der Partei ohnehin nach vorn auf die Europawahl im Mai dieses Jahres. Erstmals hat die CSU mit Manfred Weber die realistische Chance, den EU-Kommissionspräsidenten zu stellen. Das wäre für die Bayern nach Papst und Kanzler die Krönung. Aus München wird in Brüssel mitregiert, das wäre schon was.

Bis dahin heißt es, in Berlin zu regieren und nicht wie im vergangenen Sommer den Streit über die Flüchtlingspolitik mit der Schwesterpartei anzuheizen. Entscheidend wird dabei das Verhältnis der CDU-Chefin und des neuen CSU-Vorsitzenden sein. Doch der bayerische Löwe schnurrt im Moment.

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