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Kommentar Banken stecken in einem Dilemma, das sich kaum auflösen lässt

Die Banken spielen bei der Verteilung der Corona-Milliarden eine zentrale Rolle. Diese Aufgabe droht sie zu überfordern.
06.04.2020 - 18:00 Uhr Kommentieren
In der Coronakrise müssen sich die Banken an der Quadratur des Kreises versuchen – ihren Kunden helfen, ohne zu hohe Risiken einzugehen. Quelle: dpa
Frankfurter Bankenskyline

In der Coronakrise müssen sich die Banken an der Quadratur des Kreises versuchen – ihren Kunden helfen, ohne zu hohe Risiken einzugehen.

(Foto: dpa)

So eine Krise gab es noch nie. Binnen weniger Tage fahren ganze Volkswirtschaften herunter. Mit gigantischen Hilfsprogrammen versuchen die Regierungen, den ökonomischen Kollaps zu verhindern. Das funktioniert nur, wenn die Hilfen schnell genug dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Hier kommen die Banken ins Spiel, sie sind die zentrale Verteilstelle für Liquidität im Wirtschaftssystem. Aber können die Institute diese Herkulesaufgabe überhaupt bewältigen?

Die Geldhäuser stehen vor einem heiklen Balanceakt. Auf der einen Seite wollen sie anders als in der Finanzkrise dieses Mal auf jeden Fall Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein. Das ist nach dem Fiasko von 2008 auch ihre gesellschaftliche Pflicht.

Auf der anderen Seite dürfen sich die nicht gerade vor Gesundheit strotzenden deutschen Banken aber auch nicht einen Haufen riskanter Kredite in die Bücher holen, sonst geht die Coronakrise stufenlos in eine Bankenkrise über. Die Banken müssen helfen, die Wirtschaft vor den Coronafolgen zu schützen, sie müssen sich aber auch selbst schützen.

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    Dieses Dilemma lässt sich kaum auflösen. Das zeigen die teilweise schizophren anmutenden Entscheidungen mancher Institute. Auf der einen Seite springen sie ihren Kunden zur Seite und verlängern Kreditlinien oder setzen Zins- und Tilgung aus. Auf der anderen Seite verschärfen sie ihre Strafzinspolitik und fordern von ihren Unternehmenskunden eine Verwahrgebühr für Einlagen vom ersten Euro an.

    Solche Widersprüche zeigen, dass auch die Banken tief verunsichert sind. Welche enormen Risiken ihre Bilanzen bergen, zeigt ein Abgleich des ursprünglich für dieses Jahr geplanten Stresstests der EU-Bankenaufsicht Eba mit der Realität. Das harte Stressszenario sollte einen Einbruch der Wirtschaft in der Euro-Zone um 4,4 Prozent simulieren.

    Mittlerweile geht die Europäische Zentralbank davon aus, dass ein dreimonatiger Lockdown zu einem Minus von fünf Prozent führen würde – deutlich mehr als in der Finanzkrise.

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