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Kommentar Banken unterschätzen das Potenzial von Smartphones

Um den Kontakt zu ihren Kunden zu pflegen, sollten Banken ihre mobilen Apps weiterentwickeln. Sonst verlieren sie den Wettkampf gegen Tech-Konzerne wie Apple.
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Nur wenige Banken bieten Vertragsabschlüsse per Smartphone-App. Quelle: DigitalVision Vectors/Getty Images
Mobiles Bezahlen

Nur wenige Banken bieten Vertragsabschlüsse per Smartphone-App.

(Foto: DigitalVision Vectors/Getty Images)

Meldungen wie diese sollten Banken in Alarmbereitschaft versetzen: Apple bietet ab diesem Sommer eine eigene Kreditkarte an – ohne Gebühren, direkt verknüpft mit seinem Bezahldienst Apple Pay und mit einem Rabattsystem, dank dem Kunden bei jedem Einkauf Geld sparen.

Eine schon lange gehegte Befürchtung wird damit Realität: Der amerikanische Technologiekonzern drängt weiter ins Metier der Banken vor. Dadurch sind nicht nur die Umsätze der traditionellen Finanzinstitute bedroht, sondern auch ihre Kundenbeziehungen.

Die Geldhäuser müssen dringend darauf reagieren. Einer Umfrage zufolge würde hierzulande schon jeder zweite Bankkunde Finanzprodukte von etablierten Technologieunternehmen kaufen.

Apple hat dabei besonders gute Chancen, denn viele iPhone-Nutzer sind wahre Fans, die gerne neue Produkte ausprobieren, solange der angebissene Apfel darauf prunkt. Von einer solchen Anhängerschaft können Banken bislang nur träumen. Auch ihre Kunden gelten zwar als treu, doch begeisterte Fans sind sie nicht.

Die Kreditkarte von Apple zeigt: Der Tech-Konzern ruht sich nicht auf seinem ursprünglichen Geschäftsmodell aus, sondern wandelt sich vom iPhone-Hersteller hin zum Dienstleister – und eben auch Banking-Anbieter.

Sein Ziel ist es, möglichst oft mit seinen Kunden in Kontakt zu treten und sie in allen Lebenslagen zu unterstützen. Diese Strategie sollten auch Banken verfolgen. Wer relevant bleiben will, darf nicht mehr nur Konten, Kredite und Fonds verkaufen, sondern muss die Kunden im täglichen Leben begleiten.

Das Smartphone ist dafür der Dreh- und Angelpunkt, doch viele Geldhäuser schenken diesem wichtigen Vertriebsweg und Kontaktkanal zum Kunden noch zu wenig Beachtung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass vor allem deutsche Geldhäuser hier großen Nachholbedarf haben.

Sie sollten die Funktionen ihrer Banking-Apps deutlich ausweiten. Viele Kunden würden es ihnen danken. Gingen sie früher noch regelmäßig in die Bankfiliale, erledigen sie heute viele Bankgeschäfte per Computer. Noch lieber greift eine wachsende Zahl von Verbrauchern aber zum Smartphone.

Banken sollten das als Chance begreifen, denn hierüber können sie die Kunden nicht nur bei den großen Finanzentscheidungen wie einem Immobilienkredit unterstützen, sondern auch beim täglichen Organisieren ihrer Finanzen. Apple will mit seiner neuen „Apple Card“ und der digitalen Geldbörse Apple Wallet genau das machen. Technisch ist das kein Quantensprung, Banken könnten die Offerte leicht überbieten. Und das sollten sie auch. Abwarten und – vielleicht – nachahmen ist im Wettrennen um die Kunden keine Option.

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