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Kommentar Bayer-Chef Baumann muss das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen

Der Glyphosat-Prozess hat viele Anleger verschreckt. Der Bayer-Vorstand muss sie nun von der Monsanto-Übernahme überzeugen. Das wird alles andere als leicht.
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Die Investoren des Leverkusener Konzerns sind unzufrieden. Quelle: Reuters
Bayer-Kreuz

Die Investoren des Leverkusener Konzerns sind unzufrieden.

(Foto: Reuters)

Mehr als 30 Milliarden Euro Börsenwert hat Bayer seit Anfang August verloren. Die Aktie ist nur noch 66 Euro wert, vor einem Jahr waren es noch mehr als 100 Euro. So lautet das für den Vorstand bittere Zwischenergebnis der im Juni vollzogenen Übernahme von Monsanto, des größten Zukaufs in Bayers Geschichte im Wert von 63,5 Milliarden Dollar.

Auslöser dieses Absturzes sind der verlorene erste Prozess um mögliche Nebenwirkungen des Monsanto-Mittels Glyphosat und die Furcht vor milliardenschweren Rechtsbelastungen. Doch allein damit lässt sich die Entwicklung nicht erklären.

In der massiven Flucht aus der Aktie äußert sich vielmehr eine schon länger anhaltende Unzufriedenheit der Investoren mit der operativen Entwicklung. Gründe dafür gibt es viele: Bayers Pharmasparte verliert erkennbar an Schwung, das Geschäft mit verschreibungsfreien Mitteln büßt ständig an Gewinn ein, der ganze Konzern tritt seit längerer Zeit auf der Stelle.

Würde die Bayer AG vor Kraft strotzen, wäre die Flucht der Anleger mit Sicherheit weniger massiv ausgefallen. So aber sieht sich die Bayer-Führung nun einem ausgeprägten Misstrauensvotum der Investoren gegenüber. Vorstandschef Werner Baumann muss alles daransetzen, das Vertrauen zurückzugewinnen – und das wird nicht leicht. Die Übernahme von Monsanto ist zu keiner Zeit von der Börse mit großem Beifall begleitet worden.

Eher musste Bayer vor allem die institutionellen Investoren von den Vorzügen überzeugen, die es zweifellos gibt. Eine gewisse Skepsis dem Projekt gegenüber blieb aber bei vielen zurück.

Dieser Skepsis kann Bayer nur mit überzeugenden operativen Argumenten begegnen. Den Ausgang der Glyphosat-Prozesse kann der Vorstand nur bedingt selbst steuern. In seiner Hand aber liegt es, die Integration von Monsanto zum Erfolg zu machen und dafür zu sorgen, dass der Zukauf seinen versprochenen starken Gewinnbeitrag liefert. Daran wird Bayer gemessen.

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