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Kommentar Bayer-Chef Baumann muss liefern, um seine Position zu halten

Der Vorstandschef punktet derzeit mit operativem Erfolg. Doch stottert der Gewinnmotor einmal, dürfte auch Baumanns Posten infrage gestellt werden.
27.02.2020 - 14:04 Uhr Kommentieren
Der Bayer-Chef bringt die versprochenen operativen Ergebnisse Quelle: Bloomberg
Werner Baumann

Der Bayer-Chef bringt die versprochenen operativen Ergebnisse

(Foto: Bloomberg)

Die jüngste Entwicklung im Bayer-Konzern hat auch auf den Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann Auswirkungen: Durch den vorzeitigen Rücktritt Werner Wennings von der Aufsichtsratsspitze Ende April verliert er seinen wohl wichtigsten Fürsprecher im Konzern.

Muss er deswegen um seine Position bangen, wenn bald mit Norbert Winkeljohann ein von Bayer unabhängiger Chefkontrolleur kommt, mit dem ihn keine gemeinsame Historie und enge Bande verbinden? Es gibt schließlich die Forderungen von außen, dass Baumann für die Folgen der Monsanto-Übernahme geradestehen und abgelöst werden sollte.

Doch es spricht einiges dagegen, dass es zu einem solchen Schritt in absehbarer Zeit kommt. Zum einen spricht die Ernennung eines neuen Aufsichtsratschefs dagegen. Es hat noch nie einem Unternehmen gutgetan, zwei Top-Positionen in kurzer Zeit neu zu besetzen. Thyssen-Krupp ist ein mahnendes Beispiel.

Dazu kommt, dass bisher niemand im Bayer-Aufsichtsrat Vorstandschef Baumann infrage stellt. Das Kontrollgremium zeigt sich auch in der Bewertung der Übernahme von Monsanto einig mit dem Vorstand – nämlich dass es der strategisch richtige Zug zum Aufbau eines Weltmarktführers in der lukrativen Agrochemie war. Das gilt übrigens auch in der Bewertung der Rechtssache Glyphosat, in der sich Bayer als Opfer eines irrationalen amerikanischen Produkthaftungsrechts sieht.

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    Das stärkste Argument gegen seinen Abgang liefert Baumann aber selbst: Er bringt die versprochenen operativen Ergebnisse und hält die Bayer AG auf Kurs, wie die starke Bilanz für 2019 und die Vorgaben für 2020 zeigen. Absolut fest im Sattel sitzt der Vorstandschef trotzdem nicht.

    Solange der Monsanto-Deal die versprochene Gewinnmaschine bleibt, ist Baumann sicher. Stottert dieser Motor aber, wofür es viele Gründe geben kann, so dürfte auch der Vorstandsvorsitzende infrage gestellt werden – und sei es von den Investoren, die ihm derzeit noch den Rücken stärken.

    Mehr: Signal an die Investoren: Bayer-Chefaufseher legt Amt vorzeitig nieder.

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