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Kommentar BayernLB muss den Erfolg ihrer Direktbank-Tochter nutzen

Der Erfolg der Direktbank-Tochter DKB ruft nach einer großen Lösung für die BayernLB. Auch über eine Privatisierung der DKB muss nachgedacht werden.
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Die Landesbank steht im Schatten der hochprofitablen Tochter DKB. Quelle: dpa
Bayern LB

Die Landesbank steht im Schatten der hochprofitablen Tochter DKB.

(Foto: dpa)

Die Expansionsschritte der BayernLB mündeten in der Vergangenheit oft in einem Desaster. Unvergessen ist der Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria vor mehr als einem Jahrzehnt, der die Landesbank beinahe in den Abgrund getrieben hätte.

Insofern mutet es fast wie ein Zufallstreffer an, dass die Münchener bereits im Jahr 1995 die Berliner DKB übernommen und diese anschließend kontinuierlich zur mittlerweile zweitgrößten Direktbank am deutschen Markt aufgebaut haben.

Ein nochmals deutlicher Schub der Tochter im letzten Jahr führte dazu, dass sie inzwischen mehr als 40 Prozent zum Gewinn der Mutter beiträgt. Solche Töchter hätten die andernorts häufig darbenden Landesbanken gern.

Dass den Verantwortlichen in Bayern inzwischen sehr wohl bewusst ist, welche Perle sie mit der DKB im Portfolio haben, ist offensichtlich. Der Tag dürfte schließlich nicht mehr fern sein, an dem die Landesbank mit der DKB mehr verdient als mit ihrem traditionellen Geschäft mit Mittelständlern und im Sparkassenverbund.

Die BayernLB hat somit ein Luxusproblem, für das ein „Weiter so“ keine Lösung ist. Optionen gibt es jedoch einige. Der vom Management angedachte Umbau mit einer starken DKB an erster Stelle und den angedockten bisherigen Bereichen der BayernLB wäre nur eine Lösung.

Denkbar ist auch die Privatisierung, Investoren fänden sich für die boomende Direktbank sicherlich genug. Der Erlös ginge für die beiden Besitzer, den Freistaat und die bayerischen Sparkassen, in die Milliarden Euro.

Eine weitere Option wäre eine Eingliederung der DKB in den gesamten Sparkassenverbund als deren Direktbank, ähnlich wie es die Comdirect bei der Commerzbank ist. Zum Angebot mit Versicherungen, Bausparen und Fonds käme bei den Sparkassen so auch noch ganz zeitgemäß eine Online-Bank. Für die Verantwortlichen ist deswegen jetzt die Zeit zu handeln. Die Tochter hat sich schließlich längst von der Mutter emanzipiert.

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