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Kommentar Bei Börsengängen Europa ist auf dem Weg in die Drittklassigkeit

Der Brexit friert IPOs in Europa ein, auf lange Sicht droht ein strukturelles Problem. Profiteure sind wieder die Wirtschaftsmächte China und USA.
23.01.2019 - 17:00 Uhr Kommentieren
Die Glocke, die traditionell bei Börsengängen geläutet wird, könnte in der nächsten Zeit still bleiben. Quelle: dpa
Börse in Frankfurt

Die Glocke, die traditionell bei Börsengängen geläutet wird, könnte in der nächsten Zeit still bleiben.

(Foto: dpa)

Es gibt nicht nur einen weltweiten Wettbewerb der Produkte, sondern auch ein beinhartes globales Ringen um Kapital. Schließlich sind frische Finanzmittel der Schmierstoff für den Wachstumsmotor der Konzerne. Mit dem Chaos um den Brexit tut Europa nun alles dafür, endgültig in die Drittklassigkeit abzurutschen.

Bester Gradmesser dafür sind die Börsengänge. Weil niemand genau weiß, ob ein hartes, weiches oder gar kein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union kommt, werden die Initial Public Offerings – abgekürzt IPOs – einfach angehalten, auf Eis gelegt.

Diese Schockstarre werden vor allem die asiatischen Börsenplätze – allen voran natürlich China – zu nutzen wissen. Und in den USA wird der Government Shutdown nur zu einem vorübergehenden Aussetzer führen, während Europa mit dem Niedergang des Finanzplatzes London auf lange Sicht ein gravierendes strukturelles Problem hat.

Auch ohne Brexit zogen Wall Street und Schanghai sowie Hongkong seit Jahren schon die gewichtigsten Börsenkandidaten an. In den USA nahmen die IPOs 2018 um elf Prozent zu, in Europa fielen sie um neun Prozent zurück. Längst ist Europa eingequetscht zwischen den nordamerikanischen und asiatischen Aktienmärkten – dem Verblassen der politischen Bedeutung folgen in dramatischem Tempo auch die Finanzmärkte nach.

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    Und nicht nur quantitativ wird der alte Kontinent abgehängt. Allein in den USA gab es 2018 rund 80 Börsengänge von innovativen, jungen Technologiefirmen, die mit Venture Capital aufgezogen wurden. Deutschland kam nicht mal auf eine Handvoll solcher Zukunftsfirmen.

    Nach den virtuellen Plattformen für E-Commerce und den sozialen Netzwerken läuft weltweit eine Welle von Biotech-Firmen, die an die Börse drängen. Europa wird hier kaum eine Rolle spielen, nicht zuletzt deshalb, weil der Brexit so viele organisatorische und intellektuelle Kapazitäten bindet. Schade drum.

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