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Kommentar Bei der Deutschen Börse fehlt die Kursfantasie

Die Deutsche Börse ist einer der Top-Performer im Dax, und sie hat gute Zahlen vorgelegt. Doch die Aktie ist teuer.
30.07.2020 - 19:07 Uhr Kommentieren
Gute Zahlen am Mittwoch, schlechter Kurs am Donnerstag. Quelle: dpa
Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn

Gute Zahlen am Mittwoch, schlechter Kurs am Donnerstag.

(Foto: dpa)

Nach und nach kommt die Wahrheit aus dem „Corona-Quartal“ auf den Tisch. Die jetzt anstehenden Quartalszahlen der Unternehmen zeigen, wie sehr wochenlange Kontaktverbote und Produktionsstilllegungen zur Eindämmung der Pandemie Umsätze und Gewinne einbrechen ließen. Am Donnerstag zeigte sich, dass Volkswagen tief in die roten Zahlen gerutscht ist, und selbst der Gesundheitskonzern Fresenius hat mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen und senkte seine Prognose für das Gesamtjahr.

Nicht so die Deutsche Börse. Der Börsenbetreiber bekräftigte am späten Mittwoch seine Prognose für das laufende Jahr und hat im ersten Quartal die Erwartungen der Investoren erfüllt. Von April bis Juni erwirtschaftete der deutsche Börsenbetreiber mit 777,5 Millionen Euro einen um sieben Prozent höheren Nettogewinn als im zweiten Quartal des vergangenen Jahres. Dennoch gehörte die Aktie mit einem Minus von in der Spitze mehr als sechs Prozent am Donnerstag zu den schwächsten Werten in einem Dax, der insgesamt in der Spitze mehr als vier Prozent verlor und damit ebenfalls kräftig absackte.

An den Zahlen gibt es nichts zu meckern

Anleger fragen sich: Sind die guten Nachrichten der Börse doch nicht so gut? Doch an den Zahlen gibt es nichts zu meckern, obwohl die Börse im ersten Quartal ihren Gewinn noch sehr viel deutlicher um 27 Prozent auf knapp 915 Millionen Euro gesteigert hatte. Der Grund für das erfolgreiche Halbjahr liegt auf der Hand: Die Kursturbulenzen an den Finanzmärkten mit dem rekordschnellen Einbruch und ebenso rasanten Wiederaufstieg trieb die Handelsvolumina in die Höhe.

Das macht die Deutsche Börse zu einem der größten Dax-Gewinner des laufenden Jahres. In der vergangenen Woche erreichte die Aktie mit 170,15 Euro sogar ein Rekordhoch. Damit hatte sie unter dem Strich seit Jahresanfang über ein Fünftel zugelegt.

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    Genau das dürfte der Grund dafür sein, dass Investoren am Donnerstag die Aktie verkauften und Gewinne mitnahmen. Die Deutsche Börse hat ein stabiles Geschäftsmodell und eine solide Bilanz. Das macht sie zu einer Art sicherem Anlagehafen in Krisenzeiten am Aktienmarkt, aber sie ist teuer. Die Aktie wird schon jetzt mit dem 25-Fachen des für das laufende Jahr erwarteten Gewinns bewertet. Auch gemäß anderer Kennziffern sind die Bewertungen hoch. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten von 156 Euro hat sie ebenfalls schon überschritten. Von daher fehlt die Kursfantasie.

    Mehr: Quartalszahlen: Wachstum der Deutschen Börse schwächt sich ab

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