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Kommentar Bei der E-Mobilität müssen Autobauer und Regierung umdenken

Die Klimaziele werden mit E-Autos vorerst nicht erreicht. Die Regierung muss Alternativen aufzeigen, etwa eine vernetzte Mobilität mit dem Nahverkehr.
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Das Ziel, bis 2020 eine Million elektrisch betriebene Autos auf die Straße zu bringen, wird verfehlt. Quelle: dpa
Ladestation für E-Autos

Das Ziel, bis 2020 eine Million elektrisch betriebene Autos auf die Straße zu bringen, wird verfehlt.

(Foto: dpa)

Nun steht es also schwarz auf weiß in einem Bericht für die Bundesregierung: Das Ziel, binnen zehn Jahren bis 2020 eine Million elektrisch betriebene Autos auf die Straße zu bringen, wird verfehlt. Dies attestiert die Nationale Plattform Elektromobilität in ihrem letzten Fortschrittsbericht.

Das Bündnis aus Industrie, Gewerkschaften, Regierung und gesellschaftlichen Gruppen beendet seine Arbeit und geht in einer neuen Regierungsplattform zur Zukunft der Mobilität auf. Dort soll breit diskutiert werden, wie es bis 2050 gelingt, weitestgehend karbonfrei mobil zu sein. Es wird höchste Zeit.

Der Vision des lokal emissionsfreien Autos wollte die Nationale Plattform zum Durchbruch verhelfen, was ganz elegant Debatten um Fahrverbote oder Dieselnachrüstungen obsolet gemacht hätte. Doch davon ist Deutschland noch lange entfernt.
Die Gründe sind laut der Nationalen Plattform vielfältig: Die Hersteller haben zu spät Fahrzeugmodelle auf den Markt gebracht und zu wenig für sie geworben; die Regierung hat sich zu lange geziert, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Doch gibt es noch andere Gründe: E-Autos kosten im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen trotz Kaufprämien zu viel und erfüllen für viele nicht das, was sie von einem Auto erwarten.

Darüber hinaus gibt es Risiken beim Zugang zu Rohstoffen oder bei der Batterieproduktion und dem Recycling. Wo bleiben da die deutschen Autobauer, vor allem die Beschäftigten der Zulieferer heutiger Antriebstechnik? Sie müssen dringend umdenken.

Unstreitig steht ein Strukturwandel wie bereits im Energiesektor bevor. Die Autobauer werden eine Lösung bieten müssen, wenn sie ihn gestalten wollen. Schwerere und schnellere Autos gehören nicht dazu. Die neue Plattform indes wird schnell Ideen vorlegen müssen, um das Klimaziel zu erreichen. Dazu gehört eine vernetzte Mobilität aus Nahverkehr, Bahn, Rad und Autos. Die heikelste Frage wird die Politik beantworten müssen: Wie viel wollen wir für emissionsfreie Mobilität zahlen?

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