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Kommentar Bei der Risikokapitalfinanzierung ist mehr Mut wünschenswert

Die Crowdinvesting-Branche macht sich dafür stark, dass Anleger sich auch mit GmbH-Anteilen engagieren können. Warum eigentlich nicht?
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2018 hat sich das Volumen für Crowdinvesting um 50 Prozent auf 300 Millionen Euro erhöht. Quelle: dpa
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2018 hat sich das Volumen für Crowdinvesting um 50 Prozent auf 300 Millionen Euro erhöht.

(Foto: dpa)

Die Schwarmfinanzierung in Deutschland erfreut sich wachsender Beliebtheit. Um 50 Prozent auf 300 Millionen Euro hat sich das Volumen für Crowdinvesting im vergangenen Jahr erhöht. Das ist zwar noch überschaubar, doch die Wachstumsraten sprechen für sich.

Die Weichen für diese Entwicklung hat die Bundesregierung 2015 gestellt. Mit dem Kleinanlegerschutzgesetz wurden bestimmte Projekte erstmals von einem Teil der Bürokratie befreit. Für Crowdinvestments bis zu 2,5 Millionen Euro muss kein in der Regel teurer Wertpapierprospekt vorgelegt werden. Es reicht ein sogenanntes Vermögensanlageinformationsblatt.

Positive Bilanz ist keine Überraschung

Vier Jahre nach Einführung der Prospektpflichtausnahmen hat die Bundesregierung eine Evaluierung des Gesetzes vorgenommen und sich mit Verbesserungsvorschlägen auseinandergesetzt. Wenig überraschend kommt der Bericht zu einer positiven Einschätzung.

Freuen dürften sich die derzeit 37 Crowdinvestment-Plattformen, dass der Schwellenwert für prospektfreie Anlagen auf sechs Millionen Euro angehoben werden soll. Damit können ehrgeizigere Projekte angeschoben werden, die allerdings auch riskanter ausfallen dürften.

Bei jeder Anlage wird völlig zu Recht auf die Gefahr des Totalverlusts hingewiesen. Da sich Anleger in der Regel mit partiarischen Darlehen und Nachrangdarlehen engagieren, tendiert die Möglichkeit, im Insolvenzfall Geld zu erhalten, gegen null. Seit Langem macht sich die Crowdinvesting-Branche dafür stark, sich auch mit GmbH-Anteilen engagieren zu können.

Im Evaluierungsbericht stößt dieser Wunsch allerdings nicht auf Gegenliebe. Warum eigentlich nicht? Warum soll der interessierte Anleger, der als Gläubiger von hochriskanten Krediten investieren darf, nicht auch Eigenkapital geben dürfen?

Das Argument des Anlegerschutzes verfängt hier nicht. Zwar ist der Eigenkapitalgeber im Fall einer Insolvenz formal schlechter gestellt als ein Gläubiger. Doch seine Einflussmöglichkeiten wären ungleich größer.

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