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Kommentar Bei Dividenden ist Bescheidenheit angesagt

Unternehmen sollten in der Krise ihre Aktionäre allenfalls maßvoll entlohnen. Deshalb ist es gut, dass die Dividenden wohl auch 2021 sinken werden.
07.07.2020 - 16:20 Uhr Kommentieren
Dividenden sind als Ertragsquelle für viele Investoren wichtig. Quelle: imago/McPHOTO
Geldscheine und Münzen

Dividenden sind als Ertragsquelle für viele Investoren wichtig.

(Foto: imago/McPHOTO)

Im nächsten Jahr wird alles wieder besser. Das jedenfalls propagieren viele Aktienanalysten, und auch die Märkte scheinen daran zu glauben. Rund 50 Prozent hat der Dax seit seinem Siebenjahrestief im März wieder zugelegt, beim europäischen Stoxx 600 sind es gut 30 Prozent.

Dabei sind die Folgen der Corona-Pandemie noch lange nicht ausgestanden. Die 30 Dax-Konzerne werden in diesem Jahr laut Analysten im Schnitt mehr als 20 Prozent weniger verdienen als 2019. Bei den 600 größten europäischen Unternehmen wird mit einem Gewinnrückgang von 30 Prozent gerechnet.

Diese Schätzungen dürften indes noch viel zu hoch sein. Strategen, die Gewinnperspektiven auf Basis der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung prognostizieren, rechnen mit Gewinneinbrüchen von um die 50 Prozent. Das laufende Jahr haben die Investoren aber schon abgehakt. Sie blicken auf 2021 und rechnen dann mit wieder massiv steigenden Gewinnen. Doch diese Hoffnungen sind überzogen.

Ein Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 dürfte frühestens Mitte nächsten Jahres weltweit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Bis dahin dürften Produktion und Konsum weiter unter Abstandsregeln und Hygienekonzepten leiden, und Verbraucher werden sich angesichts verlorener oder bedrohter Arbeitsplätze zurückhalten.

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    Das Geld zusammenhalten

    Von daher sollten Unternehmen die Ausschüttung von Dividenden noch stärker senken, um ihre Liquidität zu schonen. In Deutschland werden die Ausschüttungen aller in einem der größeren Indizes notierten Unternehmen um nur zehn Prozent sinken. Das ist deutlich weniger als im übrigen Europa, wo mit Dividendenkürzungen von bis zu 35 Prozent gerechnet wird.

    Natürlich sind Dividenden als regelmäßige Ertragsquelle für Aktionäre wichtig, gerade im seit vielen Jahren anhaltenden Umfeld niedriger Zinsen. Außerdem gelten die Ausschüttungen an die Aktionäre als Indikator dafür, wie gut ein Unternehmen aufgestellt ist. Doch im aktuellen Krisenumfeld haben Investoren Verständnis dafür, dass Unternehmen ihr Geld zusammenhalten. Deshalb wäre es auch für die deutschen Unternehmen sinnvoll, ihre Aktionäre maßvoller zu entlohnen.

    Die Schätzungen für das kommende Jahr gehen bereits in die richtige Richtung. Die Commerzbank erwartet, dass die Ausschüttungen der 30 Dax-Konzerne um weitere elf Prozent auf dann knapp 31 Milliarden Euro sinken werden. Das ist gut so. Auch Aktionären hilft es nichts, wenn Unternehmen Geld ausschütten, das sie selbst brauchen.

    Mehr: Um gut zehn Prozent sinken die Dividenden in Deutschland in diesem Jahr. Im europäischen Vergleich sind sie dennoch hoch und stabil. Das könnte sich im nächsten Jahr ändern.

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