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Kommentar Bei Eon beginnt die eigentliche Arbeit erst jetzt

Der Energiekonzern muss sich anstrengen, um die Fusion mit Innogy zum Erfolg zu führen. Gleich zu Beginn steht eine harte Sanierungsarbeit an.
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Der Konzern hat mit der britischen Tochter von Innogy, N-Power, einen richtigen Problemfall übernommen. Quelle: dpa
Eon

Der Konzern hat mit der britischen Tochter von Innogy, N-Power, einen richtigen Problemfall übernommen.

(Foto: dpa)

Gerade mal für 13 Tage ist die Neuerwerbung Innogy im Zwischenbericht von Eon für die ersten neun Monate 2019 enthalten. Schließlich konnte Eon-Chef Johannes Teyssen die Übernahme erst Mitte September besiegeln.

Aber schon die ersten Einblicke zeigen, dass sich Eon anstrengen muss, um die Transaktion auch zum Erfolg zu führen. Da ist etwa die gewaltige Verschuldung die Eon aufgehäuft hat. Die Nettoschulden kletterten um 23 auf knapp 40 Milliarden Euro.

Vor allem aber steht gleich zu Beginn eine harte Sanierungsarbeit an: Eon hat mit der britischen Tochter von Innogy, N-Power, einen richtigen Problemfall übernommen. Das Unternehmen schreibt, belastet durch den harten Wettbewerb in Großbritannien, eine scharfe Regulierung, aber auch durch hausgemachte Probleme, hohe Verluste.

Eon-Chef Johannes Teyssen reagiert unmittelbar und entschlossen und kündigt eine harte Sanierung an, der viele Stellen von N-Power zum Opfer fallen dürften. Arbeitnehmervertreter befürchten, dass von den 5800 Stellen 4500 entfallen könnten – und die Zahl ist durchaus realistisch.

Der Start der neuen Eon wird also von schwierigen Verhandlungen um den Stellenabbau in Großbritannien belastet. Aber auch in den anderen Märkten wird die Integration nicht einfach.

Zusätzlich zum Abbau in Großbritannien fallen 5000 Stellen weg – alleine in Essen und Dortmund 1600. Dabei braucht die neue Eon eigentlich eine Aufbruchstimmung. Es gilt, die Fähigkeiten von Eon und Innogy zu vereinen, das Beste beider Welten heraus zu stellen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Die beiden Sparten Netz und Vertrieb, auf die sich Eon jetzt konzentriert, laufen schließlich mäßig. Im Vertrieb sinken sogar die Erträge. Eon braucht dringend neues Wachstum.

Teyssen hat Eon mit der Übernahme von Innogy in der Spitzengruppe der europäischen Versorger platziert. Jetzt beginnt aber erst die eigentliche Arbeit.

Mehr: Der Energiekonzern greift bei der verlustreichen britischen Vertriebsgesellschaft N-Power durch. Due Gewerkschaft sorgt sich um 4.500 Mitarbeiter.

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