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Kommentar Bei Fusionen und Übernahmen ist derzeit Vorsicht angebracht

Das M&A-Geschäft ist auf Rekordniveau. Doch angesichts der hohen Preise, die für Unternehmen aufgerufen werden, müssen Vorstände vorsichtig sein.
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Fusionen und Übernahmen über einen Aktientausch zu finanzieren birgt weniger Risiken. Quelle: dpa
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Fusionen und Übernahmen über einen Aktientausch zu finanzieren birgt weniger Risiken.

(Foto: dpa)

Alles erinnert im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) irgendwie an das Jahr 2007, das Boomjahr, bevor die Finanzkrise ausbrach. Die Unternehmen fusionieren, was das Zeug hält. Dabei spielen die derzeit sehr hohen Bewertungen der Firmen eine untergeordnete Rolle. Fast geht es nach dem olympischen Motto citius, altius, fortius, also schneller, höher, stärker. Am Ende wird ein Rekord beim M&A-Volumen stehen.

Was da abläuft, hat durchaus Hand und Fuß. Es handelt sich nicht nur um das Endspiel in bestimmten Branchen weltweit, wie beispielsweise der Chemie. Sondern wir befinden uns auch in Zeiten des Umbruchs. Die neuen Technologien verändern die Unternehmen in einem rasend schnellen Tempo, das gilt es zumindest teilweise mithilfe von Übernahmen aufzufangen.

Außerdem wird die Globalisierung zurückgedreht. US-Präsident Donald Trump lässt grüßen. In so einer Situation ist es gerade für internationale Konzerne besser, vor Ort in vielen Ländern vertreten zu sein, um Strafzöllen zu entgehen. An Geld für Transaktionen mangelt es den Konzernen nicht und Kredite lassen sich ebenfalls zu Sonderkonditionen aufnehmen.

Doch Vorstände müssen vorsichtig sein angesichts der hohen Preise, die derzeit für Unternehmen aufgerufen werden. Ein Weg, um zu große Risiken zu vermeiden, ist es, Fusionen und Übernahmen über einen Aktientausch zu finanzieren. Das stößt bei vielen Aktionären zwar nicht auf Gegenliebe. Doch die können mit einer Barkomponente zufriedengestellt werden. So wird das Risiko aus einer Transaktion zumindest zum Teil herausgenommen.

Außerdem gilt es, ruhigen Kopf zu bewahren und nicht in Euphorie zu verfallen, weil es konjunkturell in Deutschland weiter gut läuft und der starke Dollar der exportlastigen deutschen Industrie auf der Ertragsseite hilft. Für vorschnelle Entscheidungen sind deutsche Vorstände nicht bekannt. Das muss so bleiben, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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