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Kommentar Beim Thema Wasserstoff wird in Deutschland viel diskutiert, aber zu wenig gemacht

In den Niederlanden soll die bisher größte Wasserstoffproduktion Europas entstehen. Hierzulande kann man auf den Durchbruch der Technologie warten.
27.02.2020 - 15:03 Uhr Kommentieren
Wasserstoff gilt als eine große Hoffnung der Energiewende. Quelle: dpa
Symbol für die Reichweite eines Wasserstofftanks

Wasserstoff gilt als eine große Hoffnung der Energiewende.

(Foto: dpa)

Seit Monaten diskutiert Deutschland über das Für und Wider von grünem Wasserstoff und natürlich darüber, ob der grüne Wasserstoff nicht doch auch blau sein könnte. Dabei gerät das Wesentliche allerdings aus den Augen: Noch passiert hierzulande beim Thema Power-To-X recht wenig. Zu wenig.

Während in den Niederlanden unter Führung von Shell ein Megaprojekt mit bis zu vier Gigawatt Leistung entstehen soll, schafft es Deutschland gerade mal auf 30 Pilotprojekte mit einer Elektrolyseleistung von 25 Megawatt.

Sicher, angekündigt wird auch hier so einiges. Wie das 100-Megawatt-Projekt von Thyssengas und Gasunie in Niedersachsen oder das von Wirtschaftssenator Westhagemann im Hamburger Hafen. Zusagen von Firmen hat die Hansestadt bislang aber offenbar keine.

Ganz anders Dänemark. Hier nimmt die Regierung ihr erstes Megaprojekt gleich selbst in die Hand. Auf einer milliardenteuren Insel sollen Offshore-Windräder Strom erzeugen, der zu Wasserstoff weiterverarbeitet wird. Das Ganze ist sogar im dänischen Klimaakt gesetzlich verankert und hat die Unterstützung aller Parteien.

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    Währenddessen streitet sich die Bundesregierung sogar noch darüber, ob man auf den regenerativen Strom, der für die Herstellung von grünem Wasserstoff benötigt wird, auch weiterhin alle Abgaben nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) verlangen sollte.

    Grafik

    Eine Abgabe übrigens, die für CO2-intensive Industrien wie Raffinerien, die Stahl- oder Chemiebranche nur sehr begrenzt gilt. Aber über eine Ausnahme für klimafreundliche Energieformen wird in Deutschland lieber monatelang diskutiert, statt zu handeln.

    Auch deshalb und weil Erdgas im Vergleich immer noch unschlagbar günstig ist, kann man hierzulande lange auf den Durchbruch der Wasserstoff-Technologie warten. Die Politik sollte ihre losen Formulierungen lieber schnell in feste Regularien gießen, anstatt wieder zu diskutieren, bis es zu spät ist.

    Mehr: Heilsbringer oder Illusion? Das Potenzial von Wasserstoff im Faktencheck.

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