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Kommentar Beim Traton-Börsengang darf VW nicht zu hoch pokern

Beim Börsengang der Lkw-Tochter darf Volkswagen beim Preis nicht überziehen. Sonst ergeht es den Wolfsburgern am Ende noch so wie der Deutschen Telekom.
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Beim Börsengang geht es um Milliarden. Quelle: Bloomberg
Traton-Logo bei der IAA

Beim Börsengang geht es um Milliarden.

(Foto: Bloomberg)

Die Nutzfahrzeugtochter von Volkswagen mit dem Kunstnamen Traton wird wohl noch vor dem Beginn der Osterferien den Gang aufs Börsenparkett wagen. Das ist ein mutiger Schritt in einem zumindest nicht einfachen Umfeld für sogenannte Initial Public Offerings, kurz IPO. Doch eine Emission wäre die richtige Entscheidung. Wichtig für den Börsengang ist aber, den Ausgabekurs für die Abspaltung nicht bis zum letzten Cent auszureizen.

Zwar ist verständlich, dass Volkswagen mit dem IPO möglichst viel Geld einnehmen will. Doch das Beispiel der Deutschen Telekom zeigt, dass die Gefahr besteht, sich bei einem überzogenen Ausgabepreis den Ruf zu ruinieren. Bei der Privatisierung der Telekom war der Preis teilweise überzogen.

Dies verärgerte Profis und Privatanleger. Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich aber, anders als im Volksmund proklamiert, nicht ungeniert. Im Gegenteil: Kapitalmaßnahmen fallen schwerer, weil Anleger vorsichtig sind, bevor sie etwa bei einer Aktienplatzierung mitmachen.

Volkswagen sollte deshalb lieber auf Nummer sicher gehen und den Investoren ein paar Euro mehr Rabatt beim Emissionspreis einräumen. Kommen unerwartete politische Probleme der Emission in die Quere, dann können die Wolfsburger gut mit der Menge der emittierten Aktien spielen und das Volumen bei Bedarf senken.

Derzeit steuert die Politik zwar auf einen brauchbaren Kompromiss im Handelsstreit zwischen den USA und China zu, und auch der Ausstieg der Briten aus der EU sollte geordnet verlaufen. Doch in Zeiten eines US-Präsidenten Donald Trump und einer britischen Premierministerin Theresa May kann sich das schon morgen wieder ändern.

Vertrauen spendet beim Börsengang von Traton die Größe. Es handelt sich um eine Milliardentransaktion. Und an der Börse zählt Größe. Untersuchungen haben gezeigt, dass große IPOs besser abschneiden als kleine. Hier handelt es sich meist um etablierte Geschäftsmodelle – wie im Fall Traton.

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