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Kommentar Beiräte sind oft zu wenig digital, zu wenig divers und ohne Mut zur Demission

Es ist gut, dass mehr Familienunternehmen Beiräte installieren. Doch die müssen sich professionalisieren – und drei wichtige Punkte berücksichtigen.
24.01.2021 - 18:19 Uhr Kommentieren
Der Beirat kann für einen frischen Blick sorgen, muss aber die nötige Professionalität mitbringen. Quelle: Getty Images
Beirat

Der Beirat kann für einen frischen Blick sorgen, muss aber die nötige Professionalität mitbringen.

(Foto: Getty Images)

Spätestens seit Beginn der Pandemie ist allen Familienunternehmen bewusst, dass sie ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen und sich fragen müssen, ob diese nachhaltig und digital genug sind und den Kundennutzen und -kontakt wirklich in den Fokus stellen.

Doch gerade bei großen Familienunternehmen, die in der Vor-Corona-Zeit noch gut wirtschaften konnten, dauern solche Analyse-Prozesse oft zu lang. Ganz egal, wie viel digitale Kompetenz bereits im Management vertreten ist, muss jedem Unternehmen klar sein, dass es nicht nur in Umbruchzeiten hilft, wenn sich mehr kluge Menschen den Kopf darüber zerbrechen, wie ein Familienunternehmen enkelfähig wird. Und das auch von außerhalb und mit frischem Blick. Die Installation eines Beirats kann helfen. Doch auch der muss die nötige Professionalität mitbringen.

Gerade hat die Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und der Intes Beratung für Familienunternehmen offenbart: Nur 27 Prozent der derzeit aktiven Beiräte verfügen über digitale Kompetenz. In nur 15 Prozent der Beiräte sitzt die kommende Generation der Unternehmerfamilie, obwohl diese schon durch ihr Lebensalter zu den Digital Natives gehört. Noch immer liegt das Durchschnittsalter in vielen Beiräten bei fast 70 Jahren. Und damit gelangt man zu einem heiklen Thema.

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Neben notwendiger Digitalkompetenz an der Spitze der Aufsichtsgremien und einer höheren Diversität – inzwischen haben erfreulicherweise immerhin 54 Prozent weibliche Mitglieder – klappt die Erneuerung nicht ohne das dritte D: die Demission verdienter Mitglieder von Aufsichts-, Verwaltungs- oder Beiräten.

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    Jeder Familienunternehmer wird sich schwer damit tun, einen bewährten Sparringspartner aus dem vertrauten Kreis zu entlassen. Es muss einen wertschätzenden Weg hinaus geben oder ein neu zusammengestelltes Gremium, in dem alle ihren Platz finden.

    Denn auch Erfahrung ist ein großer Wert, von dem andere Beiräte und die Unternehmen profitieren. Aus Gesprächen mit Experten wie Florian Heinemann vom Frühphaseninvestor Project A wissen wir, dass es auch unter Start-ups und Investoren Interessenten gibt, die von Familienunternehmen wissen wollen, wie man arbeitet, wenn man schon so lange auf einem Markt aktiv ist.

    Neben Digitalisierung, Diversität und Demission könnte für die Zukunftsfähigkeit der Aufsichtsgremien noch ein weiterer Aspekt relevant sein: Es ist durchaus sinnvoll, zumindest künftig die Dauer der Mandate per Satzung zu begrenzen. Dann kommen die Unternehmerinnen und Unternehmer nicht in Erklärungsnot, wenn sie neue Köpfe für ihren Beirat suchen.

    Mehr: Wie Familienunternehmen sich digitale Kompetenz in ihre Aufsichtsgremien holen.

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