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Kommentar Bentley ist das neue Luxus-Sorgenkind von VW

Bentley schreibt in diesem Jahr rote Zahlen. Wenn die Traditionsmarke die Wende schaffen will, muss sie stärker in die VW-Konzernstruktur eingebunden werden.
13.08.2018 - 15:24 Uhr Kommentieren
VW: Bentley ist Volkswagens neues Sorgenkind Quelle: AFP
Bentley

In diesem Jahr schreibt Bentley rote Zahlen. Der Mutterkonzern VW hat sich zu wenig um die Traditionsmarke gekümmert.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Edel, luxuriös und mit ganz viel Tradition. Dafür steht die britische Marke Bentley innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Bentley soll das Produktprogramm des Wolfsburger Autoherstellers nach oben hin abrunden. Deshalb hat der damalige Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch den britischen Hersteller vor gut 15 Jahren in den Konzern geholt.

Aus Ertragsgründen schwört die Fahrzeugindustrie auf Luxus- und Premiummodelle. Die Autofans unter Milliardären und Millionären müssen nicht mehr auf das Geld sehen. Wenn ihnen ein Auto gefällt, dann kaufen sie es einfach. Davon profitieren Marken wie Porsche und Ferrarimit ihren Luxuskarossen erwirtschaften sie Toprenditen.

Doch für Volkswagen ist diese Rechnung bei Bentley bisher überhaupt nicht aufgegangen. In diesem Jahr schreibt die britische Tochter sogar rote Zahlen. Bentley kann im konzerneigenen Vergleich mit Porsche nicht mehr mithalten. Sogar Audi – obwohl geplagt von den Folgen der Dieselaffäre – kommt auf eine höhere Rendite.

Eines scheint im Fall Bentley klar zu sein: Volkswagen hat in der Vergangenheit bei der britischen Tochter nicht immer genau genug hingesehen. Schon vor drei Jahren war die Rendite bei der Marke auf magere 5,7 Prozent abgesackt. Bereits damals hätten die Alarmglocken läuten müssen – eine solch magere Ausbeute bei einer Luxusmarke ist ein absolutes Unding.

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    Dass lange nicht sonderlich viel bei Bentley passiert ist, dürfte einen einfachen Grund haben: Der Konzern in Wolfsburg war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt – vor allem mit der Dieselaffäre. Das ist keine Entschuldigung, aber immerhin eine Erklärung. Der Abgasskandal hatte Volkswagen lahmgelegt, für kleinere Probleme wie Bentley fehlte die Zeit.

    Inzwischen ist der Konzern wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen, Volkswagen hat die Affäre ein Stück weit hinter sich lassen können. Das heißt aber auch, dass bei Bentley bald etwas passieren muss. Die britische Tochter braucht schnell eine klare und ertragbringende Zukunftsperspektive. Die Verluste beim luxuriösen Ableger sind nicht hinnehmbar.

    Unter dem Strich kann das nur eines bedeuten: Die britische Tochter muss noch viel stärker in den Konzern eingebunden werden. Dass Porsche etwa Karossen für die Schwestermarke produziert, kann nur ein Anfang sein. Es muss noch mehr solcher Schritte geben, damit die Kosten bei Bentley entscheidend gesenkt werden können. Eine geschärfte Kontrolle durch die deutschen Eigentümer sollte zudem dafür sorgen, dass die Qualitätsprobleme bei Bentley schon bald der Vergangenheit angehören.

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