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Kommentar Berlin unterschätzt die durch das Coronavirus entstandenen Probleme des Mittelstands

Kleine und mittelgroße Unternehmen sind durch die Epidemie in ernste Schwierigkeiten geraten. Es braucht nun Kredithilfen und andere Maßnahmen.
08.03.2020 - 16:46 Uhr Kommentieren
Wegen des Virus werden Veranstaltungen abgesagt. Quelle: dpa
Messegebäude

Wegen des Virus werden Veranstaltungen abgesagt.

(Foto: dpa)

Man kann trefflich darüber streiten, mit welcher Begründung Fußballspiele, aber keine Messen stattfinden. Überhaupt nicht streiten muss man darüber, dass kleine Firmen im Messebau, aber auch in der Gastronomie und der Hotellerie aufgrund der Absagen in echte Probleme geraten.

Sie alle haben den deutschen Messestandort zu dem wichtigen Marktplatz gemacht, der er heute ist. Sie haben oft nur ein, zwei Dutzend Beschäftigte und hängen an den Messeterminen mit ihrer Planung. Die ist mit den vielen Absagen und Verschiebungen wertlos geworden, es fließt kein Geld, die Rechtslage ist alles andere als trivial.

Keine Frage, Hilfe ist nötig. Auf die Frage, was schnell möglich wäre, damit die Unternehmer ihre Mieten und Mitarbeiter bezahlen können, reagiert der Bundesfinanzminister aber damit, dass man schnell reagieren werde, wenn es „zu schweren Verwerfungen in der Weltwirtschaft kommen würde“, und ein Konjunkturpaket auflegen würde.

Klar ist aber jedem Mittelständler im Dienstleistungssektor, der bange in seine Kassen- und Auftragsbücher schaut, dass ein Konjunkturprogramm viel zu lange brauchen würde, um eine echte Hilfe zu sein. Was sie brauchen, sind Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel das Aussetzen von Steuervorauszahlungen, das Stunden von Sozialabgaben oder Härtefallregeln und Notfallkredite, so, wie es Frankreich schon vor einer Woche ankündigte. Mit Steuergutschriften und -senkungen begegnet Italien den Problemen.

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    Nun kommen mit der Erleichterung des Kurzarbeitergeldes auch endlich die ersten Signale aus Berlin. Es mutet schon merkwürdig an, dass ausgerechnet im Land des weltweit berühmten deutschen Mittelstands die Politik erst später an ihn denkt.

    Mal wieder scheint es so, als ob in Berlin die Mittelständler weiter hinten auf der Prioritätenliste stehen. Wem das von der Industriestrategie Peter Altmaiers bekannt vorkommt, der liegt nicht falsch.

    Mehr: Italien greift während der Epidemie zu drastischen Maßnahmen.

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