Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Bertelsmann bekennt sich zum fast totgesagten Medium Buch

Für 675 Millionen Dollar übernimmt der Medienkonzern die restlichen Anteile an Penguin Random House. Denn im Buchmarkt steckt noch Potenzial.
18.12.2019 - 16:19 Uhr Kommentieren
In künftigen Konsolidierungsphasen des Buchmarkts wird das Unternehmen eher als Jäger, nicht als Gejagter erscheinen. Quelle: Bloomberg
Kinderbücher von Penguin Random House

In künftigen Konsolidierungsphasen des Buchmarkts wird das Unternehmen eher als Jäger, nicht als Gejagter erscheinen.

(Foto: Bloomberg)

Der Buchmarkt wurde schon oft totgesagt. Beim Aufkommen der E-Books beispielsweise. Das Aufspielen dicker Schmöker auf Lesegeräte wie dem Kindle erschien vielen Branchenbeobachtern derart komfortabel, dass dem Drucken der Werke keine Zukunft mehr gegeben wurde.

Weit gefehlt. Der weltweite Buchmarkt erweist sich als stabil bis leicht wachsend – und wird wahrlich nicht von E-Books attackiert. Deren Anteil am Buchmarkt stagniert inzwischen und liegt in den USA beispielsweise bei 22 Prozent und in Deutschland bei 16 Prozent. Viel Lärm um nichts. Oder zumindest um wenig.

Die Stabilität der Buchbranche nutzt nun der Bertelsmann-Konzern, um einen der größten Medienzukäufe des Jahres zu tätigen: Für 675 Millionen Dollar übernimmt das Familienunternehmen weitere 25 Prozent von Penguin Random House und wird damit alleiniger Eigentümer des weltgrößten Publikumsverlags.

Das ist ein klares Zeichen an eine Branche, die in Zeiten der Digitalisierung drohte zerrieben zu werden. Und es ist ein deutliches Bekenntnis zu den Wurzeln des Gütersloher Familienunternehmens, das 1835 als kleiner Buchverlag gegründet wurde.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bertelsmann sieht klugerweise das Potenzial, das nach wie vor im Buchmarkt steckt. Heute dreht sich mehr denn je alles um gute Inhalte. Das Entdecken neuer Autoren, das Verlegen ihrer Geschichten ist eine Schlüsseldisziplin. Die Darreichungsform, ob gedruckt, digital oder als Hörbuch, ist zweitrangig.

    Wer die besten Inhalte hat, gewinnt. Bertelsmann kultiviert den Inhalte-Austausch unter seinen Unternehmenstöchtern, indem es eine „Content Alliance“ gegründet hat.

    Größe ist zum entscheidenden Faktor geworden. Penguin Random House hat es geschafft, weltweit zur Nummer eins aufzusteigen. In künftigen Konsolidierungsphasen des Buchmarkts wird das Unternehmen eher als Jäger, nicht als Gejagter erscheinen. Und als Alleineigentümer wird Bertelsmann zielsicherer auf die Pirsch gehen können.

    Mehr: Der Buchverlag Penguin Random House gehört künftig zu 100 Prozent dem Medienkonzern Bertelsmann. Damit besinnt sich das Unternehmen auf seine Wurzeln.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Bertelsmann bekennt sich zum fast totgesagten Medium Buch
    0 Kommentare zu "Kommentar: Bertelsmann bekennt sich zum fast totgesagten Medium Buch"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%