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Kommentar Besitzer von Immobilienfonds-Anteilen haben ein Luxusproblem

Offene Immobilienfonds sind als langfristige Anlage gedacht. Da sollten geringere oder gar keine Renditen in einem Jahr zu verschmerzen sein.
09.10.2020 - 10:32 Uhr Kommentieren
Wer in einen Immobilienfonds investiert hat, sollte dessen Zusammensetzung angesichts der Krise genau prüfen. Quelle: dpa
Flaute im Geschäft mit Büroimmobilien

Wer in einen Immobilienfonds investiert hat, sollte dessen Zusammensetzung angesichts der Krise genau prüfen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Mit einem Investment in offene Immobilienfonds konnte man in den vergangenen Jahren nicht viel falsch machen. Im Schnitt stiegen die Renditen seit 2013 auf drei Prozent im vergangenen Jahr. Damit konnte man vielleicht nicht im Freundeskreis angeben oder anfangen, sich einen coolen Tesla auszusuchen – aber der Kauf erwies sich doch für viele Privatanleger als Investment, das sich gerade mit Blick auf die Altersvorsorge als richtig und wichtig erwies. Bis jetzt. Denn die Coronakrise bringt auch diese Gewissheit in Gefahr.

Für 2020 sei nur noch eine Durchschnittsrendite von 1,5 Prozent bis 2,0 Prozent zu erwarten, warnte die Ratingagentur Scope nun – und einzelne Fonds könnten gar eine negative Rendite ausweisen. Das ist ein Schock für all diejenigen, die ihr Geld sicher angelegt wähnten.

Aber wenn man ehrlich ist, kann das keinen überraschen. Dass die Coronakrise auch die Immobilienwelt erschüttert, ist unübersehbar. Wer saß schon die vergangenen Wochen jeden Tag im Büro? Wer war in deutschen Einkaufszentren zum Einkaufsbummel unterwegs und ist mit prall gefüllten Tüten wieder nach Hause gekommen? Wer war im Urlaub und hat in Hotels oder Gaststätten sein Urlaubsbudget verprasst? Wohl die wenigsten. Dass die Besitzer von Büroimmobilien, von Einkaufszentren oder Hotels angesichts dessen weniger Einnahmen befürchten, ist logisch.

Offene Immobilienfonds sind an eine einjährige Kündigungsfrist gebunden. Das gibt Zeit, die Lage zu analysieren. Wer schon bei der Auswahl seines Fonds auf dessen Anlage- und Kostenstruktur geachtet hat, hat vermutlich viel richtig gemacht und sollte sich nun in Gelassenheit üben. Welche Alternativen gibt es schließlich?

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    Alle anderen Anleger sollten sich erst einmal genauer anschauen, in was sie eigentlich investiert haben. Ist der Fonds überdurchschnittlich teuer? Und wie ist die Zusammensetzung des Fonds? Ist überdurchschnittlich viel in Büroimmobilien investiert? In Hotels oder Shoppingcenter?

    Gerade die beiden letzteren Immobilienklassen gelten jetzt als riskant. Aber das heißt nicht, dass alle Investments null und nichtig wären. Früher oder später werden Ausgangs- und Reisebeschränkungen aufgehoben und Millionen Deutsche wieder in ihre Büros zurückkehren.

    Letztlich sind offene Immobilienfonds als langfristige Anlage gedacht, sodass geringere oder gar keine Renditen in einem Jahr zu verschmerzen sein sollten. Zudem ist das fast ein Luxusproblem: Auf einem Sparbuch – auf das ja offenbar sogar unser Finanzminister sein Geld einzahlt – bekommt man oft gar nichts.

    Mehr: Corona gefährdet Immobilienfonds als sichere Renditenbringer.

    Hier geht es zu Handelsblatt Inside Real Estate, dem exklusiven Fachbriefing zur Zukunft der Immobilienbranche.

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