Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Bessere Bildung hilft nicht nur gegen windige Investmentvermittler

Die Bürgerbewegung Finanzwende kritisiert den mangelnden Verbraucherschutz. Am besten ließen sich Anlegerskandal aber mit einer anderen Maßnahme verhindern.
Kommentieren
Wer sich mit Aktien, Anleihen und Co. auskennt, wird Betrügern nicht so schnell auf den Leim gehen. Quelle: dpa
Zwielichtige Berater?

Wer sich mit Aktien, Anleihen und Co. auskennt, wird Betrügern nicht so schnell auf den Leim gehen.

(Foto: dpa)

Der Titel des Schriftstücks lässt schon vermuten, dass es sich dabei nicht um eine Lobrede auf die deutsche Finanzaufsicht Bafin handelt: „Die Akte Bafin“, heißt der Report, den die Bürgerbewegung Finanzwende am Donnerstag auf den Tisch legte.

Hinter der Initiative steht Gerhard Schick, Ex-Finanzexperte der Grünen im Bundestag und schon in dieser Funktion ein regelmäßiger Kritiker der Bafin. Deshalb verwundert es nicht, dass der Report zu dem Schluss kommt, dass die Aufseher zu wenig tun, vor allem für den Verbraucherschutz.

Tatsächlich lässt sich trefflich darüber streiten, ob die Bafin ihre Möglichkeiten mutig genug nutzt, um Anlegerskandale zu verhindern. Und natürlich stellt sich nach einigen spektakulären Fällen in den vergangenen Monaten die Frage, ob der „kollektive Verbraucherschutz“ bei der Bonner Behörde überhaupt richtig aufgehängt ist.

Noch wichtiger als die Beantwortung dieser Fragen ist allerdings eine bessere Vorbeugung gegen Nepper, Schlepper und Bauernfänger auf den Anlagemärkten, und dazu gehört in erster Linie eine bessere Finanzbildung.

Um die Finanzkompetenz der Deutschen ist es nicht allzu gut bestellt, das zeigen Studien immer wieder. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene haben große Wissenslücken, aber auch unter den Älteren sind Finanzcracks eher dünn gesät. Helfen könnte ein neues Schulfach, das nicht nur die wichtigsten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge, sondern auch solides Grundwissen über Finanzinstrumente und Märkte vermittelt.

Wer sich mit Aktien, Anleihen und Co. auskennt, wird Betrügern nicht so schnell auf den Leim gehen. Wer die Grundweisheit verinnerlicht hat, dass höhere Renditen immer auch mit höheren Risiken verknüpft sind, der fällt nicht auf die Versprechen windiger Investmentvermittler herein. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass besseres Finanzwissen auch beim kritischen Thema Altersvorsorge ausgesprochen hilfreich wäre.

Mehr: Die Bürgerbewegung Finanzwende hat die Aktivitäten der Finanzaufsicht Bafin näher unter die Lupe genommen. Sie übt harsche Kritik an der mächtigen Behörde.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Bessere Bildung hilft nicht nur gegen windige Investmentvermittler

0 Kommentare zu "Kommentar: Bessere Bildung hilft nicht nur gegen windige Investmentvermittler"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.