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Kommentar Big Oil muss noch mehr gegen den Klimawandel tun

Ölkonzerne investieren weiter Milliarden in Förderung und Produktion fossiler Rohstoffe. Dabei wäre ein langfristiges Umschwenken in ihrem Interesse.
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Die Ölkonzerne sollten sich noch mehr um ihre „grüne“ Zukunft kümmern. Quelle: dpa
Ölbohrplattform von Shell

Die Ölkonzerne sollten sich noch mehr um ihre „grüne“ Zukunft kümmern.

(Foto: dpa)

Der unstillbare Energiehunger in der Welt treibt die Ölnachfrage immer weiter in die Höhe. Selbst wieder steigende Preise stoppen den Verbrauch nicht. Ölkonzerne investieren deshalb auch in diesem Jahr Milliarden in die Förderung und Produktion des Rohstoffs. Gleichzeitig gibt sich die Erdölindustrie nach außen geläutert.

Den Klimawandel streitet heute niemand mehr ab, auch die Ölindustrie nicht. Deshalb machen alle ein bisschen auf grün. Der britisch-niederländische Shell-Konzern kündigt sogar an, sein Stromgeschäft und damit auch die erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren zu einer gleichwertigen vierten Säule neben Öl, Gas und Chemie auszubauen. Aber man sollte Big Oil nach dem beurteilen, was sie tun. Nicht nach dem, was sie ankündigen.

Es stimmt, Shell will ein bis zwei Milliarden pro Jahr in den Ausbau seines neuen Geschäftsfeldes stecken. Der Kern von Shell bleibt jedoch die Förderung und der Verkauf von Öl und Gas. Dabei wäre ein langfristiges Umschwenken der Ölmultis in ihrem eigenen Interesse.

Denn der Trend zu verbrauchsarmen Fahrzeugen, alternativen Antrieben, Carsharing-Modellen und zu den immer günstiger werdenden erneuerbaren Energien bedroht ihr Geschäftsmodell: die Exploration und Förderung von Öl und Gas.

Anstatt den Blick weiter wie bislang auf die kurzfristigen Gewinne aus der Verwertung fossiler Energie zu beschränken, sollten die Ölkonzerne sich um ihre Zukunft kümmern. Shell hat einen ersten Schritt getan, wenn den vollmundigen Ankündigungen nun auch Taten folgen. Aber das wird nicht reichen, um auch in einer Welt aus erneuerbarer Energie als Global Player ganz vorn mit dabei zu sein.

Niemand verlangt, dass sich Big Oil über Nacht aus seinem margenstarken Stammgeschäft verabschiedet. Wenn diese Industrie jetzt nicht damit beginnt, viel größere Anteile ihrer Investitionen in Richtung Wind, Solar, Biokraftstoffe oder auch Stromhandel und Energiemanagement zu lenken, wird die einst mächtigste Industrie der Welt zwar nicht untergehen. Nur: Den Takt geben dann andere vor.

Die fünf größten unabhängigen Erdölkonzerne Exxon Mobil, Chevron, Shell, BP und Total, die lange Zeit mehr finanzielle Schlagkraft hatten als so mancher kleine Staat, setzen auch heute noch den Ton für einen nicht unerheblichen Teil der Weltwirtschaft. Aber ihre Macht schwindet.

Die Alternative liegt klar auf der Hand: Entweder die Ölindustrie nutzt ihre Milliarden, treibt die Energiewende selbst voran und profitiert am Ende davon. Oder sie lässt die Geschäfte laufen wie bislang und läuft damit Gefahr zum Auslaufmodell zu verkümmern.

Mehr: Shell investiert Milliarden in erneuerbare Energien. Es ist nicht das erste Mal, dass der Ölkonzern die grüne Wende einläutet. Wie ernst meint er es diesmal?

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1 Kommentar zu "Kommentar: Big Oil muss noch mehr gegen den Klimawandel tun"

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  • "Shell investiert Milliarden in erneuerbare Energien. Es ist nicht das erste Mal, dass der Ölkonzern die grüne Wende einläutet." Es wird in den nächsten Jahrzehnten kein Öl mehr geben. Um so klüger wird es von den Ölkonzernen jetzt schnell und konsequent in erneuerbare Energien zu investieren. Die Erneuerbarste der erneuerbaren Energien heisst Neutrino-Energy. Emmissionsfreie Neutrino-Energie bietet vielfältige Möglichkeiten der Nutzung um den Klimaschutz im Alltag zu leben. Die Berliner Neutrino-Energy Group entwickelt innovative Patente, die es ermöglichen, das nichtsichtbare kosmische und solare Strahlenspektrum in elektrischen Strom zu wandeln. Das neueste Produkt ist die NeutrinoVoltaic, die ähnlich wie die bereits seit den 90iger Jahren bekannte solare Photovoltaic funktioniert, allerdings auch ohne Sonnenschein und 24h in 365Tagen im Jahr, unendlich und weltweit. Darum heisst das patentierte Kleinfahrzeug dann auch PI, weil es mit unendlicher Reichweite ohne Auftanken fahren kann. Aber auch anwendbar für eine mobile und dezentrale Haushaltsenergie. Für den Klimaschutz jetzt emissionsfreie Neutrino-Energy - unendliche Ressourcen weltweit nutzbar. Dafür sollten sich Unternehmen wie Shell und unsere Politiker endlich einsetzen und Wege ebnen. www.neutrino-energy.com





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