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Kommentar Bis zum „Google der Straße“ ist es für Uber und Lyft ein weiter Weg

Uber und Lyft wollen ähnlich erfolgreich sein, wie große Silicon-Valley-Giganten. Doch das dürfte für die beiden gar nicht so einfach werden.
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Fahrdienstbetreiber Uber und Konkurrent Lyft wollen mehr als Taxiunternehmen sein. Quelle: AP
Uber-Leihräder

Fahrdienstbetreiber Uber und Konkurrent Lyft wollen mehr als Taxiunternehmen sein.

(Foto: AP)

Uber und Lyft wollen keine Taxiunternehmen mehr sein. Sie wollen – wie die anderen Tech-Riesen – große Plattformen aufbauen und damit so eine Art Google der Straße werden.

Mit dieser Vision sind sie an die Börse gegangen – und daran müssen sie sich messen lassen. Um die Wachstumsaussichten der beiden Rivalen beurteilen zu können, ist es weniger wichtig, ob es gerade bei Uber oder Lyft besser läuft. Entscheidend ist, die Börsenneulinge mit den Tech-Giganten wie Google oder Amazon zu vergleichen. Denn da gibt es gewaltige Unterschiede.

Der Erfolg der Tech-Riesen basiert auf drei Erfolgsfaktoren. Erstens: Ihre Idee funktioniert in der Regel rein digital, kann sich zweitens auf die ganze Welt ausbreiten. Und ihr Geschäft profitiert drittens von Netzwerkeffekten. Das bedeutet: Je mehr Menschen einen Dienst nutzen, desto nützlicher wird er für den Einzelnen. Facebook bringt erst etwas, wenn auch alle Freunde das soziale Netzwerk nutzen.

Uber und Lyft müssen bei all diesen Bedingungen Abstriche machen: Sie brauchen – neben einer digitalen Plattform – viele Fahrer, um zu wachsen. Sie können sich nicht endlos ausbreiten, in einigen Ländern sind ihre Dienste verboten oder stark eingeschränkt. Und vor allem wollen die Kunden billig fahren. Wenn ein neuer Fahrdienst startet, wechseln die Kunden einfach. Netzwerkeffekte gibt es für Uber und Lyft keine.

Die Visionen von Uber und Lyft sind auch aus einem anderen Grund gewagt: Beide setzen auf selbstfahrende Taxen, um das Geld für die Fahrer zu sparen. Doch in dem Feld ist etwa Googles Waymo längst weiter – und damit ein potenzieller Wettbewerber.

Uber will zudem eine Plattform für alle Mobilitätsdienste werden: für Taxis, Leihräder, und E-Roller. Wer im Internet sucht, der googelt. Wer von A nach B kommen will, soll künftig „ubern“.

Doch bislang sieht es nicht danach aus, als ob die etablierten Verkehrsunternehmen darauf wirklich gewartet haben. All das zeigt, wie schwer es für Uber und Lyft in den nächsten Jahren wird, die hohen Erwartungen zu erfüllen.

Mehr: Rekordverluste und kaum Wachstum: Der Fahrdienstleister Uber schürt die Sorgen der Anleger, dass das Unternehmen nie profitabel werden könnte.

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