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Kommentar Boom bei Kreditfonds könnte im Fiasko enden – doch Investoren ignorieren die Gefahr

Kreditfonds boomen, doch davon wollen Anleger nichts wissen. Alternative Anlagen wie außerbörsliche Beteiligungen wären jedoch die bessere Alternative.
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In den USA notieren Dividendentitel teilweise schon wieder auf einem Rekordniveau. Quelle: dpa
Börse New York

In den USA notieren Dividendentitel teilweise schon wieder auf einem Rekordniveau.

(Foto: dpa)

An Warnungen mangelt es nicht, der heutige Boom bei Kreditfonds könnte in einem Fiasko für Anleger enden. Doch Investoren ignorieren die Gefahren. Das ist hochgradig gefährlich, selbst wenn sich angesichts des Mangels an attraktiven Alternativen Verständnis für die Augen-zu-und-durch-Haltung finden lässt.

Zu beneiden sind Anleger nicht. Wo sollen sie ihr Geld investieren? Sichere Staatsanleihen lohnen sich in Europa nicht.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag in den letzten Wochen meist leicht im Minus. Anleger müssen also Geld dafür bezahlen, dass sie ihre Mittel sicher parken. Weichen sie auf Firmenbonds aus, entspricht die Rendite oft nicht den mit dem Anleihekauf verbundenen Risiken. Also ist das eine unattraktive Anlageklasse.

Bei Aktien sieht es aber auch nicht viel besser aus. In den USA notieren Dividendentitel teilweise schon wieder auf einem Rekordniveau. Der Einbruch der Kurse zum Jahresende 2018 scheint vergessen, obwohl die Gewinne tendenziell fallen und Erträge die Basis für steigende Kurse bilden.

In Deutschland haben die Notierungen seit Jahresbeginn nicht ganz so kräftig angezogen. Aber es dauert hierzulande nicht mehr lange, bis die Kursverluste vom vergangenen Jahr ausgeglichen worden sind. Vorsicht ist deshalb ebenfalls angebracht.

Bleiben alternative Investments. Dazu zählen die Kreditfonds, die sich steigender Beliebtheit unter den Anlegern erfreuen. Verständlich, schließlich wurden in den vergangenen zehn Jahren zweistellige Renditen erzielt.

Doch gerade Kreditfonds hängen stark an der Konjunktur. Schwächt sie sich weiter ab, bekommen Unternehmen Probleme und mit ihnen auch ihre Kredite.

Das gilt umso mehr, als in Zeiten harter Konkurrenz die Gläubigerschutzklauseln aufgeweicht wurden und Probleme in den Firmen viel stärker durchschlagen können. Deswegen sind andere alternative Anlagen wie außerbörsliche Beteiligungen oder Infrastrukturinvestments die bessere Anlagealternative für Anleger.

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