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Kommentar Boom ohne Ende? Tech-Aktien entzweien die Anleger

Digitalisierung ist das große Thema an der Börse. Die US-Wahl könnte den Aufschwung der Branchenwerte bremsen – falls die Demokraten gewinnen.
30.09.2020 - 18:10 Uhr Kommentieren
Die Online-Handelsfirma gehört zu den Börsenfavoriten. Quelle: AFP
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Die Online-Handelsfirma gehört zu den Börsenfavoriten.

(Foto: AFP)

Frankfurt Was hoch steigt, muss auch fallen. Der Satz wird Isaac Newton zugeschrieben. Der berühmte britische Naturwissenschaftler konnte vor drei Jahrhunderten nicht ahnen, dass er damit die aktuelle Stimmung einiger Börsianer trifft. So manchem Anleger ist der Aufschwung der Technologieaktien unheimlich geworden.

Und genau der wird ständig neu befeuert. Erst trieb es die Tesla-Aktie durch die Decke. Dann ging Mitte September der Cloud-Datenanbieter Snowflake erfolgreich an die Börse. Am Mittwoch öffnete sich die Datenanalysefirma Palantir an der Wall Street einem breiten Publikum.

„Was hoch steigt“, auf den ersten Teil des Satzes von Newton setzen die Optimisten. Die Börsenentwicklung der Branche mutet wie eine Einbahnstraße an. In rund acht Jahren verdoppelten sich die Kurse der US-Aktien. Doch die der großen Tech-Konzerne haben sich verneunfacht. Während derselben Zeit explodierte der Börsenwert der großen sechs Konzerne rund um Facebook, Amazon und Microsoft. Ihr Anteil am Index S&P 500 schnellte von acht auf 26 Prozent nach oben.

Mit der Zeit ist anscheinend die Gewissheit gestiegen: Der Trend hat sich verhärtet und ist nicht zu brechen. Durch die Coronaeffekte fühlen sich die Optimisten gestärkt, denn das neue Dogma der physischen Distanz bringt digitale Geschäftsmodelle noch weiter nach vorn.

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    Die Skeptiker dagegen halten den zweiten Teil des Satzes von Newton dagegen: „muss auch fallen.“ Einige der jüngsten Tech-Highflyer werfen noch nicht einmal Gewinn ab. Es steckt viel Zukunftshoffnung in den Kursen. Und die könnte auch einmal enttäuscht werden. Eine gewisse Erdung wäre daher nur gesund.

    Die anstehende US-Präsidentenwahl am 3. November ist ein denkbarer Auslöser. Sollte Joe Biden gewinnen, könnte er seine Pläne wahr machen und gegen die großen Tech-Konzerne vorgehen. Der Demokrat als Präsident würde gerne Steuer-Schlupflöcher stopfen und versuchen, die Marktmacht der Quasi-Monopole zu brechen.

    Newton kannte sich bei der Aktienstimmung übrigens besser aus, als der Laie es beim genialen Wissenschaftler, Physiker und Astronomen vermuten würde. Im Umgang mit dem eigenen Geld half ihm sein Genie nicht viel. Er verhob sich in einer Spekulationsblase Anfang des 18. Jahrhunderts, die rein von Zukunftshoffnungen getrieben war. Der Brite erkannte: „Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, aber nicht, wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.“ Was auch die aktuelle Lage rund um die Tech-Aktien recht gut beschreibt.

    Mehr: Momentan steigt die Kaufbereitschaft der Deutschen bei Aktien - sie sind optimistisch.

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