Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar BP-Chef Looney wagt „grüne Neuerfindung“ – und stellt Investoren vor grundlegende Entscheidungen

Der neue Chef will BP klimaneutral werden lassen – trotz und dank Corona. Gut, dass er sich traut. Es geht um längst fällige Veränderungen.
16.06.2020 - 16:51 Uhr Kommentieren
Die neue Strategie dürfte mit der großzügigen Dividenden-Politik kaum einhergehen können. Quelle: AFP
BP

Die neue Strategie dürfte mit der großzügigen Dividenden-Politik kaum einhergehen können.

(Foto: AFP)

Wenn neue Chefs ins Amt kommen, stehen fast immer Veränderungen bevor – und diese sind häufig für viele Beteiligte nicht angenehm. Bernard Looney, Chef des Ölriesen BP, macht da keine Ausnahme. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt kündigte er einen drastischen Schritt an: BP solle bis spätestens 2050 klimaneutral werden.

Schon vor ihm hatten BP-Chefs eine Art „grüne Revolution“ angekündigt. Sie hatten das Projekt aber wieder beerdigt – nicht zuletzt im Zuge der Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“. Nachdem dieses teure Kapitel nun weitgehend abgeschlossen ist, wollte Looney Worten endlich auch Taten folgen lassen.

Doch dann kam die Corona-Pandemie. Der Preis für ein Barrel Öl stürzte ab. Das hat Energiekonzerne in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht – zumal Experten prognostizieren, dass der Ölpreis und die Nachfrage nach Öl auch nach der Krise nicht mehr die früheren Höchststände erreichen werden.

BP-Chef Looney wird von dieser Einschätzung nicht überrascht, er teilt sie sogar. Überraschend ist aber seine Reaktion auf diese neuen Umstände: Er bleibt bei seinem Plan. Die „grüne Neuerfindung“ von BP soll stattfinden. Im Zuge dessen schreibt BP bis zu 17,5 Milliarden Dollar ab, weil der Wert von Ölförderanlagen neu eingeschätzt wird. Zudem sollen bis zu 10.000 der 70.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Diese drastischen Schritte bedeuten schlechte Nachrichten für viele Mitarbeiter – und Investoren. Denn angesichts solcher Veränderungen wird BP seine großzügige Dividenden-Politik kaum fortsetzen können. 

    Wer wegen der hohen Ausschüttungen BP-Aktien gekauft und ökologische Bedenken in den Wind geschlagen hatte, muss sich nun entscheiden, genau wie BP-Chef Looney: Will man langfristig das Richtige tun und unterstützt BP bei dem schwierigen, aber notwendigen Wandel? Oder sucht man sich andere, kurzfristig vermutlich lukrativere Investitionsmöglichkeiten?

    Nachdem der Corona-Schock die Welt so drastisch verändert hat, gibt es wohl keinen besseren Zeitpunkt, um derart grundlegende Fragen zu beantworten. Gut, dass BP-Chef Looney sich traut.

    Mehr: BP kündigt Abbau von fast 10.000 Stellen an

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - BP-Chef Looney wagt „grüne Neuerfindung“ – und stellt Investoren vor grundlegende Entscheidungen
    0 Kommentare zu "Kommentar: BP-Chef Looney wagt „grüne Neuerfindung“ – und stellt Investoren vor grundlegende Entscheidungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%