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Kommentar Buffett sollte seine Aktionäre zur Lage bei Kraft Heinz aufklären

In seinem Aktionärsbrief hat Buffett Details über die Zukunft von Kraft Heinz offengelassen. Doch der Starinvestor ist seinen Aktionären Antworten schuldig.
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Der Starinvestor ist der größte Einzelaktionär beim Unternehmen Kraft Heinz. Quelle: Reuters
Warren Buffett

Der Starinvestor ist der größte Einzelaktionär beim Unternehmen Kraft Heinz.

(Foto: Reuters)

Der Brief von Warren Buffett an seine Aktionäre ist einer der am meisten gelesenen in der US-Konzernwelt. Der 88-jährige Chef von Berkshire Hathaway besticht seit Jahrzehnten mit seiner Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach zu erklären. Buffett spricht nicht nur über sein eigenes Unternehmen. Regelmäßig kritisiert er die hochspekulative und undurchsichtige Welt der Wall Street und gibt Investment-Tipps für Kleinanleger.

In dem Brief, den der Star-Investor am Samstag veröffentlichte, fällt jedoch vor allem auf, was er nicht sagte. Buffett ließ offen, wie es mit dem Lebensmittelkonzern Kraft Heinz weitergehen soll. Er saß selbst jahrelang im Verwaltungsrat des Unternehmens, an dem er mit knapp 27 Prozent der größte Einzelaktionär ist. Kraft Heinz musste am Donnerstag milliardenschwere Abschreibungen auf seine Marken und einen heftigen Verlust melden.

Das Unternehmen ist das Produkt einer Kooperation zwischen Berkshire und der Private-Equity-Gesellschaft 3G, die für strikte Kostensenkungsprogramme bekannt ist und damit eigentlich gar nicht zu Buffetts Firmenkultur passt. Angesichts der existenziellen Krise bei Kraft Heinz sollte Buffett dazu nicht allzu lange schweigen. Will Buffett weiter Übernahmen von 3G finanzieren, so wie er es zunächst mit Heinz, dann mit Kraft getan hat?

Das Verhältnis zu 3G scheint angespannt. Vor zwei Jahren hatte Kraft Heinz eine feindliche Übernahme des Konsumgüter-Herstellers Unilever für 143 Milliarden Dollar versucht. Das Vorhaben wurde abgeblasen, weil Buffett feindliche Übernahmen strikt ablehnt. Oder könnte Berkshire Kraft Heinz womöglich ganz übernehmen und unter einem neuen Management wieder zum Erfolg führen? Buffett ist niemand, der zu impulsiven Handlungen neigt oder kriselnde Beteiligungen schnell abstößt.

Doch ein Signal an seine Aktionäre wäre wünschenswert. Viele sahen die Zusammenarbeit mit einer radikalen Private-Equity-Firma von Anfang an kritisch. Auch deshalb ist Buffett Antworten schuldig.

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