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Kommentar Bundesländer, die sich nicht um ihre Start-ups kümmern, handeln fahrlässig

In manchen Ländern stehen die Start-up-Hilfen vom Bund noch immer nicht bereit. Es ist ein Warnsignal für alle, die über Investitionen nachdenken.
11.09.2020 - 17:19 Uhr Kommentieren
Wegen der Krise können viele Start-ups ihre Wachstumspläne nicht umsetzen und benötigen eine Zwischenfinanzierung. Quelle: obs
Start-ups

Wegen der Krise können viele Start-ups ihre Wachstumspläne nicht umsetzen und benötigen eine Zwischenfinanzierung.

(Foto: obs)

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hat, die Coronakrise hat ihn geliefert: Die Anzahl der Gründungen in den einzelnen Bundesländern hängt nicht vom Zufall ab.

Vielmehr bekommen die Wirtschaftspolitiker eines Landes so viele Start-ups, wie sie verdient haben. Und die Krise wird fahrlässige Innovationspolitik erst recht bestrafen. Für manche Regionen bedeutet das einen düsteren Ausblick.

Wer noch überlegt, wo er seine Geschäftsidee testen sollte, könnte eine neue Statistik des Digitalverbands Bitkom zu Rate ziehen: Manche Länder schaffen es nicht einmal, ihre Gründer zu unterstützen, wenn der Bund ihnen das Geld schickt. Das sollte jedem Gründungswilligen eine Warnung sein.

Eigentlich stehen insgesamt 800 Millionen Euro bereit, mit denen die Landesförderbanken ihren Gründern durch die Krise helfen können. Vielen jungen Firmen geht nämlich bald das Geld aus, das sie für die Zeit der Kundenakquise eingesammelt hatten. Völlig unverschuldet sind sie in Schwierigkeiten geraten. Es war nicht abzusehen, dass vor allem potenzielle Geschäftskunden sich monatelang um akutes Krisenmanagement statt um Vertragsgespräche würden kümmern müssen.

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    In einigen Ländern können die Hilfen bisher aber nicht einmal beantragt werden. Darunter sind mit dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen vier der sechs Länder, in denen 2019 gemessen an der Bevölkerungsanzahl die wenigsten Start-ups gegründet wurden. Von nichts kommt eben nichts.

    In der Tendenz lässt sich nämlich sagen: Förderbanken, die schon lange Start-ups unterstützen, konnten auch in der Krise schnell helfen. Oftmals konnten die Bundesmittel einfach in die bestehenden Programme eingespeist werden. Dort fanden krisengeschüttelte Gründer sofort Ansprechpartner. Die Investitionsmanager dieser Banken kennen sich mit den speziellen Bedürfnissen von Digitalunternehmen und anderen Start-ups aus und konnten schnell abschätzen, wo etwa ein Wandeldarlehen eine Win-win-Situation für Gründer und Land sein könnte.

    Natürlich lässt sich einwenden, dass in Ländern mit wenigen Start-ups auch weniger Hilfsbedarf bestehen könnte. Berlin und Hamburg jedenfalls müssen ein Massensterben junger Firmen verhindern.

    Trotzdem ist das Verhalten der Länder mit wenigen Start-ups fahrlässig. Wer wenig innovative Firmen hat, muss sich um jede einzelne kümmern.

    Und es geht auch um die Signalwirkung: Wer investiert, bekommt in der Not auch Unterstützung. Wie viele Menschen künftig noch eine Gründung wagen und wo sie ihre Firma aufbauen, entscheidet sich jetzt.

    Mehr: Gründung während Corona – Mit welchen Ideen Jungunternehmer erfolgreich sein wollen

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