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Kommentar Carsharing braucht mehr Ideen und weniger Controlling

Der Carsharer Miles holt sich externe Finanzexpertise an Bord. Dabei fehlt dem Unternehmen das, was auch der Rest der Branche dringend bräuchte: neue Ideen.
19.05.2021 - 18:30 Uhr Kommentieren
Momentan fehlt allen relevanten Spielern der Mut oder die Kraft, durch Zukäufe und Expansion zu einer echten Größe zu werden. Quelle: dpa
Carsharing in Deutschland

Momentan fehlt allen relevanten Spielern der Mut oder die Kraft, durch Zukäufe und Expansion zu einer echten Größe zu werden.

(Foto: dpa)

Vier Finanzchefs aus Unternehmen wie Delivery Hero und Hellofresh steigen als Investoren und Ratgeber beim Carsharer Miles ein. Damit will das unabhängige Berliner Start-up finanzielle Solidität demonstrieren. Doch eigentlich braucht das Feld der Carsharer nicht mehr Controlling, sondern bessere Ideen, um endlich gute Profite zu schreiben.

Gestartet ist das Modell des stationslosen Carsharings mit großen Wachstumshoffnungen – vorangetrieben vor allem von Autoherstellern wie Daimler und BMW. Doch die einstigen Antreiber haben die Lust verloren. Ihr ShareNow irritiert mit zerkratzten Autos, mit überkommenen Markenlogos und ständig wechselnden Preisen. Im Schatten des Marktführers stehen etliche ähnliche Systeme, die sich nur in Nuancen unterscheiden. Volkswagen versucht es bei WeShare etwa mit ID.3-Elektroautos und günstigen Preisen für Stammkunden, Sixt Share mit einer breiten Modellpalette und Verknüpfung mit seiner Autovermietung.

Momentan fehlt jedoch allen relevanten Spielern der Mut oder die Kraft, durch Zukäufe und Expansion zu einer echten Größe zu werden. Schließlich bindet das Geschäft viel Kapital, ist aber für fast alle Anbieter unprofitabel. Die Konkurrenz untereinander und mit anderen Verkehrsmitteln vom Taxi bis zu U-Bahn und Fahrrad limitiert die Preisgestaltung. Daher dümpelt der Markt vor sich hin – verstärkt durch die Corona-Starre.

Nötig ist eine Idee. Es reicht nicht aus, auf Mobilitätsplattformen wie Uber, FreeNow und den Apps der Verkehrsverbünde präsent zu sein. Das bringt die Markenidentität im Gegenteil noch weiter zum Verschwinden, wie derzeit auch die Elektro-Roller-Anbieter merken.

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    Wer wirklich Erfolg haben will, muss stärker in den Markenaufbau und das Kundenerlebnis investieren. Dazu braucht es bessere Integration anderer Mobilitätsanbieter, ohne die eigene Marke unsichtbar zu machen. Denn Tarif-Wirrwarr und unterschiedliche Detailregeln zu Dingen wie Parken und Tanken schrecken derzeit ab.

    Ein besseres Nutzererlebnis allein genügt jedoch nicht. Hinzukommen müssen neue Ideen, wie das Geschäft wirtschaftlich wird. Denkbar wäre etwa die engere Verknüpfung mit Angeboten für Unternehmen. Wenn die Carsharing-Flotten auch von den wachsenden Lieferdiensten und für Dienstreisen genutzt würden, könnte das die Auslastung erhöhen. Die Anbieter müssen sich dafür wieder mehr Innovationen statt Sparpakete zutrauen.

    Mehr: Mobilitätsdienst vor dem Umbruch: ShareNow schafft es nicht allein

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