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Kommentar China vergibt 5G-Lizenzen per Anordnung – das ist ein Warnsignal für Europa

China zieht den 5G-Ausbau vor und verteilt die Frequenzen. Und Europa droht weiter zurückzufallen.
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China zieht den 5G-Ausbau vor. Quelle: Reuters
5G in China

China zieht den 5G-Ausbau vor.

(Foto: Reuters)

Während die Auktion der 5G-Frequenzen in Deutschland in die zwölfte Woche eintritt, hat Peking per Anordnung die Lizenzen vergeben. Eigentlich hatte die chinesische Staatsführung den Start der kommerziellen Netze des nächsten Mobilfunkstandards erst für das Jahr 2020 angekündigt. Doch jetzt wurde die Vergabe vorgezogen.

Für China ist das gut. Für Deutschland ist das schlecht. Denn die Bundesrepublik droht im globalen Wettrennen um die Zukunftstechnik weiter zurückzufallen. Peking will mit der Entscheidung vermutlich auch den heimischen Netzwerkausrüster Huawei unterstützen. Denn durch die US-Sanktionen steht die Firma international massiv unter Druck. In China könnte das Unternehmen hingegen ein großes Geschäft machen.

Bis zu 1,5 Billionen Yuan, umgerechnet 193 Milliarden Euro, soll laut einer Hochrechnung der China Academy of Information and Communications alleine von den drei großen Netzbetreibern zwischen 2020 und 2025 für den Ausbau von 5G in China investiert werden. Das ist mehr als doppelt so viel, wie zwischen 2014 und 2018 in den Aufbau von 4G investiert wurde. Zum Vergleich: Die Telekom will in den kommenden Jahren 5,5 Milliarden Euro jährlich in die Modernisierung ihres Netzes investieren.

An der chinesischen Entscheidung ist noch mehr bemerkenswert: Das zuständige Ministerium hat nicht nur den drei etablierten Netzbetreibern 5G-Lizenzen gegeben, sondern auch dem Neueinsteiger China Broadcasting Network Corporation. Das ist so, also hätte die Bundesnetzagentur in Deutschland den Herausforderer United Internet zum vierten Netzbetreiber aufgewertet.

Die Nachricht sollte ein Warnsignal für Europa sein. In Deutschland läuft der Aufbau von 5G schleppend, aber immer noch besser als in vielen anderen EU-Staaten. Knapp ein Drittel der Länder hat nicht mal einen Termin für 5G-Auktionen festgelegt. So droht Europa nur weiter zurückzufallen.

Mehr: Die 5G-Auktion kommt in Deutschland nur schleppend voran. Daher hat die Bundesnetzagentur die Mindestgebote erhöht.

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