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Kommentar China wird wegen der „Neuen Seidenstraße“ dämonisiert – zu Unrecht

Die Mär der Seidenstraßen-Initiative als Schuldenfalle stellt China als Kredithai und die Entwicklungsländer als Opfer dar. Das ist unfair und falsch.
27.04.2019 - 11:57 Uhr
Mit der „Neuen Seidenstraße“ will China massiv neue Handelswege erschließen – bis ins nordrhein-westfälische Duisburg. Quelle: dpa
Containerterminal im Hafen Duisburg

Mit der „Neuen Seidenstraße“ will China massiv neue Handelswege erschließen – bis ins nordrhein-westfälische Duisburg.

(Foto: dpa)

Es war einmal ein armes Land, unter dessen Boden viele Schätze vergraben lagen. Eines Tages kam ein Fremder und sagte: „Ich leihe euch Geld für den Bau eines Systems, mit denen ihr die Schätze bergen könnt.” Überglücklich nahm das arme Land das überteuerte Angebot an. Kurz danach aber musste es feststellen, dass es den Kredit nicht zurückzahlen konnte.

Also verpfändete das Land alle seine Besitztümer – und schließlich sich selbst. So riss der Fremde schließlich alle Schätze des armen Landes an sich und machte es zu seinem Sklaven.

Nach dieser Logik reißt China andere Staaten mit der Seidenstraßen-Initiative in eine Schuldenfalle, versuchen Kritiker wie John Bolton, der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, glauben zu machen. Wer erst einmal reingetappt ist, kommt nie wieder heraus, so ihre dunkle Prophezeiung.

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